Die Goethe-Gesellschaft Hochrhein und die Freunde Schloss Tiengen veranstalten am Donnerstag, 9.Mai, um 19.30 Uhr in den Schwarzenbergsälen im Schloss Tiengen eine literarische Lesung zum Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger. Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach, die man in der Region von einem gemeinsamen Auftritt mit Jan Philipp Reemtsma in Schloss Bonndorf kennt, werden die Texte von Hans Wollschläger und Arno Schmidt vortragen. Sie sind laut Ankündigung exzellente Sprecher und profunde Kenner vor allem des Werks von Arno Schmidt. Gies­bert Damaschke, der Herausgeber des Briefwechsels, wird einen einführenden Vortrag halten.

Ein literarisches Abenteuer

Im September 1957 setzt ein herausragender Briefwechsel ein, der einem literarischen Abenteuer gleichkommt: die Korrespondenz zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger. Ganz unterschiedliche Themen stehen im Zentrum der Autoren-Briefe: Zunächst geht es um das Spätwerk Karl Mays. Doch bald schon wenden sich die beiden Schriftsteller anderen Gegenständen zu. Der Kontakt wird persönlicher, die Töne, die angeschlagen werden, freier. Der Schriftwechsel zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger ist nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern beleuchtet auch eine wichtige Phase der jüngeren deutschen Literatur. Nicht zuletzt gibt er Einblick in die Lebens- und Schreibbedingungen zweier großer Autoren: „Werfen Sie ja die Flinte in keine der bekannten Korn-Arten...“

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Hans Wollschläger war der wichtigste Briefpartner von Arno Schmidt, der ein Leben lang eine ausgedehnte Korres­pondenz pflegte. Schmidt fördert den jüngeren Kollegen als Autor und Übersetzer nach Kräften. Er vermittelt Aufträge für ihn und setzt sich mit Nachdruck für Wollschlägers großen Roman „Herzgewächse oder: Der Fall Adams“ ein. Im Jahr 1964 beginnen die beiden Schriftsteller damit, das Gesamtwerk von Edgar Allan Poe ins Deutsche zu übertragen – nicht in gemeinsamer Arbeit, aber im fortlaufenden Austausch über Autor und Werk. Der Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Hans Wollschläger „verheißt unendlichen Spaß über diese beiden ebenso Hoch- wie Schwermütigen und dabei so federleicht Witzelnden“ (Andreas Platthaus).

Karten: Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf 7 Euro, für Mitglieder fünf Euro. Karten können bereits im Vorverkauf bei der Buchhandlung Kögel in Tiengen und bei der Tourist-Information in Waldshut erworben werden.

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