Das typische Tuckern eines Zweitakt-Motors auf dem Kornhausparkplatz in Waldshut konnte nur eines bedeuten: Trabi on Tour. Am Steuer unsere frühere Redakteurskollegin Dana Coordes, die vor zwei Jahren der Liebe wegen ins sächsische Dresden gezogen und inzwischen stolze Besitzerin eines froschgrünen Trabants ist.

Kultauto aus der DDR: Dieser Trabi rollt auch 30 Jahre nach der Wende noch über die Straßen.
Kultauto aus der DDR: Dieser Trabi rollt auch 30 Jahre nach der Wende noch über die Straßen. | Bild: Juliane Schlichter

Nachdem die im Westen verbliebenen, aber zum Teil im Osten verwurzelten, ehemaligen Kolleginnen den 26-PS-Wagen bewundert haben und Probe gefahren sind, wobei die ungewohnte Vier-Gang-Revolverschaltung Hilfe von der Autobesitzerin auf dem Beifahrersitz erforderte, musste der Ostalgie-Moment natürlich festgehalten werden.

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Kurzerhand erklärte sich eine Passantin gerne bereit, den Trabi samt Besitzerin und Bewundererinnen zu fotografieren. Mit dem erstaunten Ruf „Mensch, mit so einem Auto habe ich fahren gelernt“, outete sich die Frau nicht nur durch ihre dialektale Färbung, dass sie „von drüben“ stammt.

Zurück in der Redaktion berichtete eine weitere Kollegin, die in der ehemaligen DDR aufwuchs, dass ihre Eltern ihr bereits als 14-Jährige einen Trabant bestellten. In weiser Voraussicht: Schließlich mussten Bürger der DDR bis zu 15 Jahre auf ein Auto warten. Ihren Trabi hat sie nie gesehen. Die Wende kam dazwischen, und statt der Pappe aus Zwickau fuhr sie später einen kleinen Japaner. Wer weiß: Vielleicht wartet der Trabi noch heute auf sie. Schließlich wurde die Bestellung nie abgeholt.

Video: Duygu-D'Souza, Susann

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