Waldshut Zufrieden ins neue Schuljahr: Waldshuter Schulen spüren Lehrermangel kaum

Für hunderte Kinder in Waldshut beginnt in diesen Tagen nach den sechswöchigen Sommerferien der Unterricht. Wir haben uns bei den allgemeinbildenden Schulen in Waldshut umgehört, wie hoch die Schülerzahlen sind und was es Neues an den jeweiligen Schulen gibt.

Seit dieser Woche sind die Sommerferien vorbei, die Schule hat wieder begonnen. 133 Kinder erleben in diesen Tagen an den Waldshuter Grundschulen den Start ihrer schulischen Laufbahn. Für 243 geht es an weiterführenden Schulen los. Wir haben uns bei den allgemeinbildenden Schulen in Waldshut umgehört, wie hoch die Schülerzahlen sind und was es Neues an den jeweiligen Schulen gibt.

  • Hochrhein-Gymnasium: 103 Mädchen und Jungen werden am Hochrhein-Gymnasium in fünf fünfte Klassen verteilt. Insgesamt gibt es damit rund 940 Schüler. Es wird wieder eine Integrationsklasse geben, in der Schüler zunächst Deutsch lernen. Die Schüler, die laut Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove unter anderem aus Ungarn, Vietnam und Kasachstan kommen, sind zwischen zehn und 18 Jahre alt. Schritt für Schritt werden die Kinder in den Regelunterricht integriert. "Meistens beginnen wir mit Mathe, Sport und Englisch", so die Schulleiterin. 84 Lehrer werden am Hochrhein-Gymnasium die Schüler unterrichten. "Damit haben wir alle Stellen besetzt, was in der jetzigen Zeit schon etwas Besonderes ist", so Rövekamp-Zurhofe. Zum ersten Mal wird es am HGWT eine Schulsozialarbeiterin geben. Außerdem gibt es eine Kooperation mit dem SC Freiburg, die die Sportlehrer auf die Beine gestellt haben. Wie genau die Kooperation aussieht, darüber gibt noch keine exakten Informationen.
  • Christliche Schule Hochrhein: An der Christlichen Schule Hochrhein (CSH) freut man sich auf 41 neue Erstklässler und 39 Fünftklässler. In beiden Klassenstufen sind die Schüler auf zwei Klassen verteilt. Damit sei die Schule erstmals komplett zweizügig, von der Grundschule bis zur 10. Klasse, freut man sich an der staatlich anerkannten Grund- und Realschule. Insgesamt lernen damit 424 Schüler an der Schule mit konfessioneller Ausrichtung. Zudem ist seit diesem Jahr eine Schulsozialarbeiterin an der Schule tätig. Sie wird gerade am Schulamt Lörrach eingearbeitet und kommt dann zum Halbjahr an die Schule nach Waldshut. "Mit Lehrern sind wir ebenfalls gut versorgt", heißt es von Seiten der CSH. Alle 32 Lehrerstellen seien besetzt.
  • Theodor-Heuss-Schule: 32 Erstklässler starten in dieser Woche an der Theodor-Heuss-Schule ihr schülerische Laufbahn. "Wir liegen damit im Schnitt der vergangenen Jahre", sagt Schulleiterin Tatjana Frauenstein über die zwei neuen Klassen. Insgesamt hat die Grundschule damit 135 Schüler. "Wir starten mit zwei neuen Lehrerinnen und haben das Zertifikat Klasse 2000 als gesundheitsfördernde Schule bekommen", sagt Frauenstein. Alles andere bleibe erst einmal gleich. 13 Lehrer unterrichten in diesem Schuljahr an der Schule in der Waldshuter Liedermatte. "Ich kann nicht klagen, damit können wir gut starten, auch wenn wir nicht 100-prozentig versorgt sind", erklärt die Schulleiterin.
  • Heinrich-Hansjakob-Schule: An der Grundschule am Waldshuter Johannisplatz gibt es eine besondere Neuerung in diesem Schuljahr. "Wir sind neuerdings eine Ganztagsschule in Klasse 1 in Wahlform", teilt Schulleiterin Nicole Delaye mit. Die Eltern der Erstklässler können somit auswählen, ob die Kinder an drei Tagen in der Woche das Ganztagsangebot nutzen. "Erst einmal gibt es das Angebot nur für die erste Klasse und wird sukzessive weitergeführt", erklärt Delaye. In diesem Schuljahr gibt es mit 60 Erstklässlern in drei Klassen etwas weniger Neuzugänge als in den vergangenen Jahren. Laut Schulleiterin Nicole Delaye liegt das an einem eher geburtenschwachen Jahrgang. Die Heinrich-Hansjakob-Schule hat damit rund 270 Schüler. Ihnen stehen knapp 20 Lehrer zur Seite. "Wir sind versorgt. Im Grunde sind alle Stellen besetzt", sagt Nicole Delaye.
  • Robert-Schuman-Realschule: Zufrieden geht man auch an der Robert-Schuman-Realschule ins neue Schuljahr. Für 101 Fünftklässler beginnt dort in diesen Tagen der Weg zur Mittleren Reife. "Damit sind wir erneut vierzügig, auch wenn die Bläserklasse etwas kleiner ist", erklärt Schulleiterin Lisa Bosch. Die Zahl der Fünftklässler befindet sich im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Realschule hat damit insgesamt 620 Schüler. "Im Vergleich zu manch anderen Schulen sind wir gut mit Lehrerstunden versorgt und können dadurch verschiedene individuelle Fördermaßnahmen und AGs anbieten", ist Lisa Bosch erfreut. Alle Lehrerstellen seien besetzt, nur so lasse sich ein solches Angebot, das über den Pflichtbereich hinausgeht, umsetzen.

Lehrermangel

Mit Sorgen beginnt im Südwesten vielerorts das neue Schuljahr. Die Lücke der unbesetzten Stellen liegt laut Stuttgarter Kultusministerium bei 635, wobei Grundschulen davon besonders betroffen sind. Auch Sonderpädagogen sind rar: Von 400 Stellen an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren – ehemals Sonderschulen – konnten nur 295 besetzt werden. Der Landkreis Waldshut gehört mit Konstanz, Lörrach und Tuttlingen mit weniger als 0,5 Bewerbern pro Stellenangebot zu den Regionen im Land mit erkennbaren Lücken bei der Lehrerversorgung. (dpa/sk)

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