Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm die Pilzsaison. Nach dem heißen und trockenen Sommer dürften diesmal allerdings nicht so viele Pilze aus dem Boden sprießen wie im Vorjahr.

Dennoch freuen sich eifrige Pilzsammler aus der Region wieder auf die Zeit, in der sie mit Taschenmesser und Spankörbchen bewaffnet auf der Suche nach Steinpilzen und Pfifferlingen durch die Wälder streifen.

Doch wo findet man eigentlich Pilze in der Region? Diese Frage hat eine junge Frau vom westlichen Hochrhein in einer Gruppe des sozialen Netzwerks Facebook gestellt, in der Hoffnung, das andere Pilzsammler ihr verraten, wo sie bereits fündig geworden sind.

Dieser Steinpilz fand im vergangenen Herbst den Weg ins Körbchen der Pilzsammlerin. Der Fundort bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis.
Dieser Steinpilz fand im vergangenen Herbst den Weg ins Körbchen der Pilzsammlerin. Der Fundort bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis. | Bild: Juliane Schlichter

Es mag kaum überraschen, dass es statt hilfreicher Antwort fast ausschließlich hämische Ratschläge hagelte. "Ich würde es mal im Wald versuchen", lautete die sarkastische Empfehlung eines Facebooknutzers.

Ein anderer schlug vor, in den Supermarkt zu gehen: "Große und gute Auswahl: Pfifferlinge, Steinpilze, Shiitake und Champignons." Dann gab es noch folgenden Tipp als Kommentar: "Folge den Schweizern. Die grasen schon früh am Morgen alles ab."

All diese Ratschläge dürften wenig hilfreich für die junge Frau gewesen sein, die sich mit ihrer Frage als Anfängerin auf dem Gebiet des Pilzesammelns geoutet hatte.

Wäre sie erfahren auf diesem Gebiet, hätte sie gewusst, dass ein Pilzsammler eher seine eigene Großmutter verkaufen würde als die Stellen zu verraten, an der Pilze wachsen.