Mit seiner Heimatzeitung im Gepäck war Otto Salzmann aus Küssaberg nach Indien gereist, um sich für den Alb-Bote-Fotowettbewerb vor dem weltberühmten Grabmonument Taj Mahal im Bundesstaat Uttar Pradesh ablichten zu lassen. Fast hätte die Aufnahme nicht geklappt. Denn was Otto Salzmann zuvor nicht gewusst hatte: Besucher des Taj Mahal dürfen das schneeweiße Mausoleum und den angrenzenden Garten nur mit einem Fotoapparat betreten. Alle anderen Gegenstände sind auf dem Gelände verboten.

Der erste Undercover-Agent des Alb-Boten

Um sich dennoch vor dem Taj Mahal mit dem Alb-Bote in der Hand fotografieren lassen zu können, musste Otto Salzmann tricksen: "Ich habe die Zeitung unter meiner Kleidung versteckt", erzählte er bei der Preisübergabe an die Sieger des Alb-Bote-Fotowettbewerbs, der in diesem Jahr zum 19. Mal stattfand. "Sie sind der erste Undercover-Agent des Alb-Boten", scherzte Redaktionsleiter Roland Gerard, als er Otto Salzmann den Gewinn für das Foto, einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro, gestiftet von den Stadtwerken Waldshut-Tiengen, überreichte.

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Zur Gewinnübergabe waren alle zehn Sieger des Fotowettbewerbs in das Waldshuter Hallenbad gekommen."Es ist eine Ehre für uns, wenn Sie mit dem Alb-Bote in den Urlaub gehen, schließlich verbringt man nicht mit jedem die Ferien", bedankte sich Gerard bei den Teilnehmern. Gemeinsam mit Julia Winkler, zuständig für das Marketing bei den Stadtwerken, der Profifotografin Eva Ünal und dem Grafikdesigner Gilberto Cammisa hatte er unter zahlreichen Einsendungen die zehn kreativsten Motive ausgewählt.

Alb-Bote ahoi am Atlantikstrand

Der Hauptpreis, der mit einem 200-Euro-Einkaufsgutschein belohnt wurde, ging an Michael Ebi aus Weilheim und seine Freunde. Die acht jungen Männer hatten aus dem Alb-Boten ein Schiff gebaut und es an einem französischen Atlantikstrand so platziert, dass es aussieht, als ob sie selbst in dem Papierschiff sitzen. Die besondere Perspektive und das originelle Motiv hatten die Jury überzeugt.

Um am Wettbewerb "Mit dem Alb-Bote im Urlaub" teilnehmen zu können, müssen die Hobbyfotografen nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Gewinnchancen haben ebenso Motive, die zu Hause oder in der Umgebung entstehen. So wie das Foto von Walter Meier aus Oberlauchringen. Er knipste seinen Enkel Max mit dem Alb-Boten in einer Regentonne im heimischen Garten. "Ich bedanke mich, dass Sie nicht nur Bilder aussuchen, die tausende Kilometer weg aufgenommen wurden", freute sich Walter Meier, als er seinen Preis entgegennahm.

Wettbewerb wird 2019 fortgesetzt

Im kommenden Jahr sucht der Alb-Bote bereits zum 20. Mal Fotos. Auch dann warten wieder attraktive Preise auf die Gewinner, gesponsert von den Stadtwerken. Geschäftsführer Horst Schmidle kündigte bereits an: "Das ist so ein schöner Wettbewerb. Deshalb sind wir 2019 natürlich wieder mit dabei." Wer noch keine Idee für ein Motiv hat, dem gibt Roland Gerard einen Tipp: "Die Arktis oder die Antarktis hatten wir noch nicht."