Die Waldshuter Filmnächte gehören fest zum Programm des Waldshuter Werbe- und Förderungskreises (W+F). Dieser organisiert die Veranstaltung in der Fußgängerzone in diesem Jahr bereits zum 28. Mal. Los geht es am 22. Juli. Die letzte Vorstellung gibt es am Samstag, 27. Juli. Die Filmvorführungen starten jeweils um 21.30 Uhr.

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Das Gastronomie-Zelt ist in diesem Jahr bereits ab 19 Uhr geöffnet. Einen Cocktail- und einen Essensstand betreibt der W+F dieses Jahr selbst. „Wir wollen das jetzt selbst mal versuchen“, sagt Straub. Wie viel Arbeit hinter dem rund 50 000 Euro teurem Projekt steckt, erklären Christian Straub, Vorsitzender des W+F, und Stefanie Kaiser, stellvertretende Vorsitzende des W+F.

Der Waldshuter Werbe- und Förderungskreis mit Vorsitzendem Christian Straub und stellvertretender Vorsitzenden Stefanie Kaiser organisiert wieder die Waldshuter Filmnächte. Für sie gilt es nicht nur eine Filmauswahl zu treffen, sondern auch einen Arbeitsplan für die Ehrenamtlichen zu erstellen.
Der Waldshuter Werbe- und Förderungskreis mit Vorsitzendem Christian Straub und stellvertretender Vorsitzenden Stefanie Kaiser organisiert wieder die Waldshuter Filmnächte. Für sie gilt es nicht nur eine Filmauswahl zu treffen, sondern auch einen Arbeitsplan für die Ehrenamtlichen zu erstellen. | Bild: Duygu-D'Souza, Susann

Alle Jahre wieder treffen sich die W+F-Mitglieder im Vorfeld rund zehn bis 15 Mal, bis das Konzept für die Waldshuter Filmnächte steht. Christian Straub: „Auch wenn wir mittlerweile Erfahrung gesammelt haben, müssen doch viele Dinge jedes Jahr aufs Neue entschieden werden. So zum Beispiel die Auswahl der Filme. In diesem Jahr gibt es sechs Filme, die ein möglichst breites Publikum ansprechen sollen. Doch wie läuft die Auswahl ab?

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Bis 2011 war die Familie Albrecht, als Betreiberin des Waldshuter Ali-Kinos, bei der Filmauswahl federführend, informiert Straub. „Sie hatte viel Erfahrung und hat uns immer sehr gut beraten. Aber auch der neue Betreiber, Bernd Gschöpf, hilft uns bei der Filmauswahl intensiv.“ Er organisiert die Filme und spreche Empfehlungen aus. Die Mitglieder des W+F beraten final über die Auswahl und an welchem Tag welcher Film ausgestrahlt wird.

Nicht immer trifft die Auswahl den Geschmack

Doch nicht immer deckt sich die Auswahl der Filme mit dem Geschmack des Publikums. Wenn Christian Straub und Stefanie Kaiser die vergangenen Jahre Revue passieren lassen, fällt ihnen ein Film ein, der beim Publikum überhaupt nicht ankam. Straub: „Das war die Rocky Horror Picture Show. Wir dachten damals, alle Fans aus der Region kommen und es wird ein buntes Spektakel, doch da haben wir uns geirrt. Es kamen lediglich 70 Zuschauer.

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Aber auch das gibt es eben und ist bisher aber zum Glück eher eine Ausnahme gewesen.“ Einer der beliebtesten Filme aus den vergangenen Jahren war dagegen der Film Titanic. Straub erinnert sich: „Das war Ende des 90er-Jahre. Die Nachfrage war so groß, dass bereits im Vorverkauf alle Karten vergriffen waren. Wir hatten uns dann entschieden, den Film am Samstag erneut zu zeigen, und auch bei der zweiten Vorstellung waren alle Karten ausverkauft.“

Seit 2014 laufen die Filme digital

Bei der Technik und der Ausstattung gibt es für den W+F Unterstützung von der Firma HVT. „Die stellt uns beispielsweise die Leinwand, Stühle und die Technik für das Vorführen der Filme zur Verfügung“, sagt Stefanie Kaiser. Seit 2014 werden die Filme nicht mehr über Filmrollen abgespielt, sondern digital. Die Technik ist bei den Filmnächten auch der größte Kostenfaktor. „Allein durch die Eintrittsgelder wäre das nicht zu finanzieren, weshalb wir auf unsere Sponsoren angewiesen sind. Die halten uns übrigens seit Jahren die Treue“, so Kaiser. Rund 50 bis 70 Prozent der Eintrittsgelder gehen übrigens an den Filmverleih und den Ali-Kinobetreiber, wobei letzterer nur einen Unkostenbeitrag vom W+F erhält.

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Durchschnittlich 15 Mitglieder des W+F werden ehrenamtlich jeden Abend dabei sein. „Das ist eine große Herausforderung, denn alle Mitglieder sind ja auch berufstätig“, sagt Straub. In den vergangenen Jahren kamen jährlich durchschnittlich 2500 Besucher zu den Filmnächten. Straub: „Darunter sind auch eingefleischte Fans, die bestens ausgerüstet für jedes Wetter kommen, ob mit Regenponcho, Thermoskanne oder Sitzkissen.“ Beim Auf- und Abbau, der jeden Abend aufs Neue stattfindet, gibt es wieder Unterstützung von der Feuerwehr.

Vorführung bei jedem Wetter

Grundsätzlich finden die Filmnächte bei jedem Wetter statt. Doch was passiert eigentlich bei einem Freiluftkino, wenn es ein starkes Unwetter gibt? Christian Straub: „In der Geschichte der Filmnächte gab es das bisher ein Mal. Da war das Unwetter so stark, dass wir die Leinwand abbauen mussten. Aber für dieses Jahr verspricht uns die Vorhersage bisher glücklicherweise gutes Wetter.“