Zum neunten Mal hatte die Kammergruppe Waldshut der Architektenkammer Baden-Württemberg zum Waldshuter Architektur-Apéro in das Foyer der Volksbank Hochrhein in der Bismarckstraße eingeladen. In Vertretung des Vorsitzenden Martin Gruner stellte Architekt Gerold Müller angesichts des einmal mehr vollen Hauses fest, dass sich der Waldshuter Architektur-Apéro inzwischen endgültig in Waldshut etabliert hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Unter den Zuhörern waren Architekten, Handwerker und interessierte Laien. Als Referent konnte der Berliner Architekt und Künstler Jürgen Mayer H (das H steht für die bessere Erkennbarkeit) gewonnen werden. Mayer absolvierte sein Studium der Architektur an der Universität Stuttgart, am Cooper Union-College in New York und an der Princeton University.

Wie sich urbane Umgebungen transformieren

Er selbst lehrte an mehreren Hochschulen wie der UdK Berlin, der TU München, der Graduate School of Design an der Harvard University, der Architectural Association School of Architecture in London und der Columbia University in New York. Sein Vortrag „Simulation –Stimulation“ befasste sich mit der Architektur als Aktivator für den öffentlichen Raum und der Transformation urbaner Umgebungen für zukünftige Generationen.

Das könnte Sie auch interessieren

Zu den vorgestellten Projekten gehörten Infrastrukturen für Mobilität, institutionelle Umgebungen und die Umgestaltung historischer Stätten, wobei der Schwerpunkt auf „Metropol Parasol“, eine Hybridkonstruktion aus Holz, Beton und Stahl in der Altstadt der spanischen Stadt Sevilla lag, einem der globalen Wahrzeichen für Innovationen innerhalb alter Stadtstrukturen.

Grenzen ausweiten

Ein wichtiges Anliegen von Jürgen Mayer H ist es, die Materialien der Architektur und die Grenzen der Disziplin auszuweiten mit Bezug zur Vergangenheit und Verweis in die Zukunft, für eine Architektur, die als Kommunikationsplattform und Katalysator für soziokulturelle Interaktivität dient. Von städtebaulichen Entwürfen und Gebäuden über Installationsarbeiten bis hin zu Objekten mit neuen Materialien bilden die Beziehungen zwischen menschlichem Körper, Technologie und Natur den Hintergrund für eine neuartige Entwicklung von Räumen.