Am 11. September werden im Tiengener Langensteinstadion vier hochkarätige Mannschaften auflaufen. Anlass ist das Vier-Nationen-Turnier der U17-Nationalmannschaften, das außer in Tiengen an den Standorten Konstanz und Singen stattfinden wird. Teilnehmen werden Nachwuchsspieler aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Israel.

Viel Arbeit für den FC Tiengen 08

Zwar ist der DFB der offizielle Veranstalter dieses Turniers, für Rainer Schillinger, Geschäftsführer des Fußballvereins FC Tiengen, und seine Vereinskollegen gibt es dieser Tage aber noch einiges zu tun. Grund ist ein Anliegen des Deutschen Fußballbunds (DFB). Denn at. "Bei so einer Veranstaltung gibt es klare Vorgaben des DFB, die erfüllt werden müssen. Das sind einige Seiten", erklärt der Geschäftsführer des Vereins. So mussten die Tiengener beispielsweise bei der Stadt Waldshut-Tiengen eine Liste mit Ehrengästen einholen und diese samt der Namen aller Helfer zum DFB schicken, damit dieser personalisierte Ausweise herstellen konnte. "Ohne diesen Ausweis käme vermutlich nicht einmal ich hinein", sagt Schillinger und lacht.

Rainer Schillinger und sein Verein haben bei der Vorbereitung alle Hände voll zu tun.
Rainer Schillinger und sein Verein haben bei der Vorbereitung alle Hände voll zu tun. | Bild: Welte, Gerd

Außerdem musste man sich um die Organisation eines VIP-Raumes kümmern, der in der 1-2-3-Halle beim Langensteinstadion eingerichtet wird.

"Es ist ja auch eine Imagefrage"

Für den 68-Jährigen und seinen Verein ist das Prozedere jedoch nichts komplett Neues. "Wir hatten schon mehrere U16-Spiele im Langensteinstadion", so Schillinger. Eine besondere Ehre ist dennoch jedes Mal, wenn der DFB von sich aus auf einen zukommt. "Es ist ja auch eine Imagefrage für den Verein und die Stadt, wenn Waldshut-Tiengen auch mal überregional erwähnt wird. Das machen wir jetzt nicht nur für den Verein. Das wird in Erinnerung bleiben und ist auch für die Stadt positiv", erklärt Schillinger.

Außerdem könne man so ein Angebot nicht ablehnen, wenn man schon so eine Spielstätte wie das Langensteinstadion in Waldshut-Tiengen habe, meint Schillinger. "Die Leute vom DFB waren voll des Lobes für das Stadion", sagt der 68-Jährige stolz.

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Reizvoll sei das Turnier für Jugendliche, Kinder und generell Fußballinteressierte. "Aus sportlicher Sicht ist das schon ein Leckerbissen", sagt Schillinger und verweist auf das Leistungsniveau der Mannschaften. "Im Nachwuchsbereich sind das in Europa die führenden Nationen", erklärt er und fügt hinzu: "Das Spannende daran ist ja, ob die Spieler, die man jetzt im Stadion sieht, später einmal in der A-Nationalmannschaft spielen."

Geschäftsführer rechnet mit vielen Zuschauern

Dass die Spiele zwischen Israel und der Niederlanden sowie Deutschland und Italien an einem Dienstag um 10 und 14 Uhr in der Schulzeit stattfinden, ist für Schillinger nicht hinderlich. "Rund 550 Karten waren zu Beginn des Vorverkaufs schnell weg. Ich denke deshalb schon, dass da eine ordentliche Zuschauerzahl zusammenkommt."

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Ein volles Stadion würde seinem Verein zugutekommen. Zwar bekommt der DFB die Einnahmen der Eintrittskarten, doch der Erlös des Getränke- und Essenverkaufs behält der FC Tiengen. "Es bremst den Umsatz, dass es kein Bier gibt", scherzt Schillinger. Bei der Veranstaltung darf nach DFB-Vorgaben kein Alkohol ausgeschenkt werden, erklärt er. "Das ist eine der Rahmenbedingung, die der DFB bei der Jugend setzt. Das geht völlig in Ordnung."

Über eine positive Auswirkung auf die Vereinskasse würde sich der Geschäftsführer des FC Tiengen freuen. "Bei der Arbeit, die wir mit der Veranstaltung haben, wäre es gerechtfertigt, wenn da am Ende ein paar hundert Euro hängenbleiben."