Ganz wichtig in Fezitty ist das Arbeitsamt. Dies wird natürlich auch von Kindern, wie an diesem Nachmittag von Theo Giebels, besetzt. Dort werden zweimal pro Tag die Berufe an die Bewohner verteilt. Die unglaubliche Arbeitslosenquote von Fezitty liegt übrigens bei null Prozent.

Bild: Halter, Maximilian

Gäste und Besucher werden von den beiden Amtsträgern durch die Stadt geführt. Oberbürgermeisterin Larissa Knape und Bürgermeister Leander Dietrich konnten am Vortag die Bevölkerung davon überzeugen, gewählt zu werden. Auch Bürgerwünsche und -beschwerden gehören zu ihren Aufgaben. Dafür gibt es eine Beschwerdebox am Rathaus.

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Eine ganz wichtiger Baustein im Gemeindeleben von Fezitty ist übrigens die Bank, denn jeder Bürger erhält pro Stunde Arbeit sechs "Walties" – die stadteigene Währung. Damit diese sicher verwahrt werden, führen die Bankarbeiter für jeden Stadtbewohner ein eigenes Konto in Papierform. Wer sein Geld zum Fenster rauswirft, kann dort übrigens auch einen Kredit beantragen. Schließlich muss das tägliche Essen auch bezahlt werden, genau wie alle anderen Leistung in der Kinderstadt.

Valerie Shaguolo (links) und Ryan Bachmann (rechts) sorgen als Bankangestellte mit Betreuerin Riccarda Wichtel dafür, dass alles seine Ordnung hat. "Ich finde es toll, dass ich hier alles aufschreiben kann", freut sich Valerie über ihre Arbeit. Sie war schon im Supermarkt, in der Kreativwerkstatt und in der Schokoladenfabrik angestellt.

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Gerade die Schokoladenfabrik ist einer der Orte, an dem die Bewohner gerne ihre Walties ausgeben. Die Chocolatiers Mia Anders (von links), Lilly Anders, Jessica Huber und Ben Baumgartner produzieren fleißig Spieße mit Schokofrüchten. Das Geschäft brummt schließlich, denn die süße Nascherei ist schnell ausverkauft.

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In Fezitty ist noch alles Handarbeit. Voller Eifer werden die Früchte geschnitten, auf die Spieße gesteckt und dann per Hand mit Schokolade überzogen. Nach dem Auskühlen wandern sie sofort in den Verkauf.

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Ebenfalls gut besucht ist der Beauty-Salon, der deswegen sogar bis zu sechs Mitarbeiter hat. Dort werden Nägel lackiert und Massagen gegeben. Lange auf Kundschaft müssen Klara Kögel (von links), Pia Pries und Ella Sigg also nicht warten.

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Währendessen muss sich Bürgermeister Leander Dietrich (zweiter von rechts) den Fragen der örtlichen Presse stellen. Denn Fezitty hat eine eigene Tageszeitung, die über alles berichtet, was die Bewohner der Kinderstadt in der Tiengener Stadthalle so beschäftigt. Die Geschäfte können sogar Anzeigen schalten, um Werbung für sich zu machen.

Im Moment kümmern sich Mattes Mensen (zweiter von links) und Paul Keller (rechts) um das Interview mit dem Bürgermeister. Seine Amtskollegin Larissa Knape verfolgt das Geschehen genau.

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Der Fezitty-Kurier hat die große Story abgedruckt: Bürgermeister Leander Dietrich hat während seiner Arbeitszeit Playstation gespielt. Weiterhin ist die Zeitung mit Bildern und weiteren Geschichten gefüllt. Dabei bestimmen die Redakteure und Journalisten selbst, was in die Zeitung kommt.

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Auch eine Poststelle hat die Stadt. Dort kann man Pakete und Briefe versenden, außerdem bietet die Post einen Stadtplan und die Tageszeitung an.

Wer aber an diesem Nachmittag einen Brief verschicken will, muss später wiederkommen. Die Post macht einfach mal einen Betriebsausflug. Letztere sind übrigens beliebt, um das verdiente Geld wieder auszugeben und sich von der Arbeit zu erholen.

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Wer in der Kreativwerkstatt arbeitet, ist von Beruf Künstler. Diese stellen allerlei her, wie Turnbeutel mit schönen Motiven oder Traumfänger. Auch mit Holz und Basteldraht wird gearbeitet. Die Werke werden entweder mit nach Hause genommen oder an andere Fezitty-Bewohner verkauft.

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Am Ende eines jeden Fezitty-Tages gibt es eine große Bürgerversammlung. Bei dieser dürfen Bürger einen Antrag auf Selbstständigkeit stellen. So können sie zum Beispiel einen Zuckerwatte- oder Popcornstand eröffnen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Mehrheit der Bürger für den Antrag stimmt. Geleitet wird die Versammlung von den amtierenden Bürgermeistern. Den Abschluss bildet die Bürgermeisterwahl, bei dem sich jeder als Kandidat aufstellen lassen kann.

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Vom Beauty-Salon ins Rathaus: Ella Sigg (links) konnte sich gemeinsam mit Dominik Roth bei der Bürgermeisterwahl gegen eine große Anzahl von Kandidaten durchsetzen. Sie sorgen am nächsten Tag für frischen Wind im Rathaus. Sie müssen sich nun um die Belange der Bürger von Fezitty kümmern.

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