Wasser ist ein Grundnahrungsmittel – und zwar das allerwichtigste. Der menschliche Körper besteht – je nach Alter und Geschlecht – aus bis zu 70 Prozent Wasser. Sämtliche körpereigenen Prozesse sind auf die chemische Verbindung aus einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoffatomen angewiesen.

Seine Einsatzbereiche reichen vom Baustoff in Körperzellen, über das Lösungsmittel bei Stoffwechsel und Transportfunktionen, bis hin zum Kühlmittel, das den Körper mittels Schweißverdunstung vor Überhitzung schützt.

Bruno Dörflinger, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofs der Stadt Waldshut-Tiengen, füllt sich ein Glas mit Trinkwasser am Josefs-Brunnen in Tiengen.
Bruno Dörflinger, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofs der Stadt Waldshut-Tiengen, füllt sich ein Glas mit Trinkwasser am Josefs-Brunnen in Tiengen. | Bild: Maximilian Halter

Kein Wunder also, dass sich der Wasserverbrauch im Sommer erhöht. Deutlich wird das anhand von Zahlen des Getränkehandels. Maximilian Wagner vom Tiengener Getränkemarkt Wagner beziffert die Verkaufsmenge seines Abholmarktes auf rund 5400 Kisten in den Monaten April bis Juni. Das entspricht in der Regel 150 Paletten oder knapp 65 000 Flaschen.

Im Sommer wird deutlich mehr Wasser gekauft. Maximilian Wagner vom Tiengener Getränkeland Wagner registriert aber auch andere Trends in der Getränkenachfrage.
Im Sommer wird deutlich mehr Wasser gekauft. Maximilian Wagner vom Tiengener Getränkeland Wagner registriert aber auch andere Trends in der Getränkenachfrage. | Bild: Peter Rosa

Wetter und Temperatur scheinen dabei eine wesentliche Rolle zu spielen: Während zwischen April und Juni des Hitzejahrs 2018 rund 6280 Kisten abgesetzt wurden (das entspricht anderthalb Lastzügen pro Woche), sind es in diesem Jahr im selben Zeitraum 15 Prozent weniger.

Der Anteil an kohlensäurehaltigem Wasser entspricht dabei im Einzelhandel rund 80 Prozent der verkauften Gesamtmenge, während die Nachfrage im Gastro-Bereich nach den beiden Sorten ausgeglichen ist.

Weniger Nachfrage nach Bier

Während in der warmen Jahreszeit mehr Wasser gekauft wird, sinkt gleichzeitig die Nachfrage nach alkoholischen Getränken und zwar besonders stark nach Bier. „Der Trend in der Nachfrage verschiebt sich stetig in Richtung nichtalkoholischer Getränke“, sagt Maximilian Wagner. Hier wiederum wachse ganz besonders stark die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier. Und auch die Schorle erlebt derzeit einen Boom, nach der allzeit beliebten Apfel- besonders die Johannisbeere-Variante.

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Im Bereich der alkoholischen Getränke greift der Kunde immer öfter zu hochwertigen Erzeugnissen und bewussterem, abwechslungsreichem Genuss, so Wagner. Besonders gefragt während der Sommermonate sind kühl- und mischbare Getränke wie Weißwein, Rosé oder Sekt. Bei Sportlern besonders beliebt sind isotonische Getränke mit hohem Mineralgehalt, aber auch Klassiker, wie zum Beispiel alkoholfreies Weizenbier.

Nachfrage nach Glasflaschen wächst

Immer öfter nachgefragt werden auch im Getränkebereich die Bio-Produkte. Ebenso gibt es einen großen Nachfragezuwachs im Glassegment und weg von Kunststoffgebinden.

Getränkehändler verzeichnen in den Sommermonaten eine größere Nachfrage an Wasser. Aber es gibt auch andere Trends in der Nachfrage. Besonders Glasgebinde erleben ein Comeback.
Getränkehändler verzeichnen in den Sommermonaten eine größere Nachfrage an Wasser. Aber es gibt auch andere Trends in der Nachfrage. Besonders Glasgebinde erleben ein Comeback. | Bild: Peter Rosa