Gut besucht war die Bürgerversammlung im Waldshut-Tiengener Ortsteil Schmitzingen. Unter den Gästen im voll besetzten Saal des Gerätehauseshauses Ortsvorsteher Lorenz Eschbach neben einigen Stadträten, den Vorsitzenden der örtlichen Vereine vor allem den Waldshut-Tiengener Oberbürgermeister Philipp Frank begrüßen, der einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des vergangnen Jahres in der Großen Kreisstadt berichtete und einen Ausblick auf die Agenda 2020 präsentierte. Den Auftakt zur Bürgerversammlung gestaltete der Musikverein Gaiß unter der Leitung von Martina Reichmann mit einigen Stücken, ehe die Damen der Gymnastikgruppe des Radsportvereins „Wanderlust“ das traditionelle Rehessen servierten, das die Jagdpächter gespendet hatten.

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Es ist einiges gegangen in Schmitzingen im vergangenen Jahr. Das ging aus dem detaillierten Bericht Eschbachs hervor. „Es gibt wieder Schulbetrieb in Schmitzingen„, konnte Lorenz Eschbach gleich zu Beginn seiner Rückschau. Im ehemaligen Schulhaus steht seit letztem Jahr der Ohlebusch Navi-Klasse ein Raum zur Verfügung. In dieser Einrichtung soll Schülern geholfen werden, die, aus welchen Gründen auch immer, als notorische Schulschwänzer gelten. „Dadurch“, so bedauert Eschbach, „haben wir natürlich einen Raum weniger für unsere Vereine. Alle mussten etwas zusammenrücken.“ 

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Als Zeichen guter Dorfgemeinschaft wertete Eschbach, dass sich 30 Bürgerinnen und Bürger an der jährlichen Dorfputz-Aktion beteiligt hatten, bei der wieder einiges an achtlos weggeworfenem Müll zusammenkam. „Ihnen gilt unser ganz besonderer Dank.“ Sehr gut besucht war der Seniorennachmittag im Gerätehaus, den die Kuttruff-Singers musikalisch umrahmt hatten. Im Zuge der Straßen- und Wegesanierung konnte der Chäpelleweg wieder hergerichtet werden. Der Weg hatte durch die Umfahrung, bedingt durch die Sanierung der Straße nach Waldkirch sehr gelitten.

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Die Verbindungsstraße zwischen Schmitzingen und Waldkirch musste nach der Generalsanierung jedoch bereits nachgebessert werden. Eschbach: „Und an den Stellen, an denen die Straße abgerutscht war, rutscht sie schon wieder. Ich habe das Gefühl, es sind noch mehr Stellen, als vorher. Der Kreis ist informiert.“

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Eine neue Akustikdecke erhielt der Raum im Feuerwehrhaus. Dabei wurden auch die elektrischen Leitungen neu verlegt. Für das laufende Jahr ist vorgesehen, die 30 Jahre alte Heizung im Feuerwehrhaus zu sanieren. Außerdem bereitet die Grillhütte Probleme. Zerstörungen und der Diebstahl von Brennholz haben den Ortschaftsrat dazu veranlasst, die Hütte vermieten zu wollen. Interessenten sind gebeten, sich zu melden. Der Ortschaftsrat entscheidet dann, wer den Zuschlag erhält. Schließlich soll auch das Stuhl- und Tischlager in der Gerätehalle saniert werden, sodass 74 Brauereigarnituren auf Paletten verstaut werden können.

In der anschließenden Fragerunde wurde nach einer Lösung für eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr gefragt. Hier sei man mit der SBG im Gespräch, aber mit einer kurzfristigen Verbesserung der Situation sei nicht zu rechnen. Ortschaftsrätin Juliane Huber regte an, dass die Stadt mit der Bereitstellung von Leih-E-Bikes die prekäre Verkehrs- und Parksituation entschärfen könne. OB Philipp Frank verwies darauf, dass das Thema auf der nächsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung stehe.