Oberbürgermeister Philipp Frank blickte in der ersten Bürgerversammlung des neuen Jahres in Breitenfeld auf die Entwicklung der Stadt Waldshut-Tiengen zurück. Ein Großereignis für die Stadt seien die Kommunalwahlen gewesen, die einen tiefen Einschnitt im Gemeinderat Waldshut-Tiengen zur Folge gehabt hätten, so der OB. Mehr als die Hälfte der Gemeinderäte kamen neu dazu, wobei ein großer Teil an Wissen und Erfahrung verloren gegangen sei. „Andrerseits ist dadurch auch viel frischer Wind dazugekommen“, sagte Frank.

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Im Anschluss blickte der OB detailliert auf die Entwicklung der Stadt. Themen waren neue Wohnbaugebiete und das geplante Feuerwehrgerätehaus in Waldshut mit den aufgesetzten Kinderbetreuungseinrichtungen. „Damit konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so der OB. Der erste Spatenstich ist im März geplant. Riesig sei der Renovierungsbedarf bei den neun Schulen der Stadt, um sie für die Zukunft fit zu machen.

Viel zu tun an den Schulen

Die Heinrich-Hansjakob-Schule Waldshut bekommt eine Mensa und das Hochrhein-Gymnasium in Waldshut erhält neue Fachräume. Philipp Frank: „Die Schule Gurtweil platzt aus den Nähten, da ist eine bauliche Erweiterung unerlässlich.“ Insgesamt seien für schulische Maßnahmen 8,5 Millionen Euro eingeplant, „Geld, das sicherlich gut angelegt ist, denn Bildung ist ein wichtiger Standortfaktor“.

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Zum Thema Zentralklinikum sagte der OB, dass der geplante Neubau kaum vor Ablauf von zehn Jahren realisiert werden könne. Um diese lange Zeit zu überbrücken, sei ein Anbau an das Waldshuter Krankenhaus unerlässlich, „auch wenn viele Bürger darüber den Kopf schütteln“. Daneben werde die Stadt auch die Pläne für ein Hospiz in Tiengen unterstützen. Das Handy-Parken werde sehr gut angenommen und soll demnächst auch in Tiengen eingeführt werden. Die Sanierung der Waldshuter Innenstadt werde fortgesetzt, nächstes Projekt sei die Rheinstraße.

Klettgau-Carree kommt in die Gänge

Auch das Großprojekt in Tiengen, das Klettgau-Carree, werde im neuen Jahr in die Gänge kommen. „Aber das wird auch zu einer riesigen Baustelle werden und die Verkehrssituation zusätzlich belasten“, so der OB. Bei der Kolpingbrücke in Waldshut sei er zuversichtlich, die Bauarbeiten bis April/Mai zum Abschluss zu bringen. Voll im Gange ist die Sanierung des Kornhauses, die mit 4,4 Millionen zu Buche schlägt.

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In beiden Städten stünden Sanierungsarbeiten an den Rathäusern an. Beim Breitbandausbau standen in diesem Jahr die Ortsteile im Vordergrund. Der Anfang wurde in Aichen gemacht, jetzt haben die Bauarbeiten in Eschbach begonnen. Große Hoffnungen setze er in die Planungsgesellschaft Deges, so dass in Sachen A 98 in den nächsten Jahren wichtige Weichen gestellt werden könnten.

Auch die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke komme voran, geplant sei ein barrierefreier Zugang am Waldshuter Bahnhof und der Ausbau des Tiengener Bahnhofs als Kreuzungspunkt. Auch kulturell sei unter der Regie der neuen Waldshut-Tiengener Kulturamtsleiterin Kerstin Simon viel geboten worden.

In der anschließenden Fragerunde ging es um Zivilschutzmaßnahmen bei den Schweizer AKWs, um die verschärfte Verkehrssituation und um die zunehmenden Parkplatzprobleme in beiden Städten.