Seit 70 Jahren gibt es in Waldshut die Pfadfinder, den Stamm der Elche, der sich zum Ziel gesetzt hat, nach dem Motto „Gut Jagd, Gut Pfad, Seid wach!“ zu handeln. Jetzt feierten die Waldshuter Pfadis auf ihrem Stammplatz im Seltenbachtal, zwischen Waldshut und Schmitzingen, mit einem Tag der offenen Tür ihren runden Geburtstag. Obwohl sich die Zahl der Besucher in Grenzen hielt, herrschte bei den Pfadfindern gute Stimmung. „Wenn gerade keine Leute da sind, dann genießen wir eben den Aufenthalt in der freien Natur“, erklärte die Stammesführerin Jennifer Kunkel.

Kein Pfadfindertreffen ohne Lagerfeuer: Hier können die Stammesangehörigen Würstchen grillen, sich austauschen, Geschichten erzählen oder miteinander singen.
Kein Pfadfindertreffen ohne Lagerfeuer: Hier können die Stammesangehörigen Würstchen grillen, sich austauschen, Geschichten erzählen oder miteinander singen. | Bild: Manfred Dinort

Am Vorabend war ein guter Freund auf dem Platz zu Gast, der bekannte Musiker Aljoscha Konter, ein ehemaliger Elch, der am Lagerfeuer für Stimmung und musikalische Unterhaltung sorgte. Unter den Besuchern waren auch einige weitere Ehemalige, um alte Erinnerungen auszutauschen und sich einmal wieder auf dem Stammplatz der Elche umzuschauen. Zu Gast war auch ein Mitglied, das als Wölfling bei der Gründungsfeier im Jahr 1949 dabei war.

An heißen Tagen tut eine Erfrischung gut: Im Bild das Naturbecken am Rande des Pfadfinderplatzes im Seltenbachtal.
An heißen Tagen tut eine Erfrischung gut: Im Bild das Naturbecken am Rande des Pfadfinderplatzes im Seltenbachtal. | Bild: Manfred Dinort

Auf dem Platz standen auch einige Zelte, alle offen, „damit die Leute auch sehen können, wie so was aussieht“, kommentierte die Stammesführerin. Sie freue sich über jedes neue Mitglied, „jeder der möchte, findet bei uns einen Platz.“ Der Stamm besteht zurzeit aus rund 40 Mädchen und Jungen, die in vier Altersgruppen agieren. Besitzer des Platzes mit seinen baulichen Anlagen ist der Förderverein. „Damit ist es uns gelungen, eine Heimstätte für die Mitglieder vom Stamm der Elche zu schaffen“, erklärte Vorstandsmitglied Rudi Kappeler.

„Die Unterhaltungskosten werden fast ausschließlich durch Fremdvermietung an Pfadfinder und Jugendgruppen erwirtschaftet.“ Den Tag der offenen Tür wertete er als einen Neustart, „den wir künftig jedes Jahr durchführen wollen, um neue Mitglieder zu werben.“ Er würde sich freuen, „wenn die Eltern mit ihren Kindern davon Gebrauch machen, den Tag nutzen, um sich zu informieren.“

Auch sie genießt den Tag: Stammesführerin Jennifer Kunkel.
Auch sie genießt den Tag: Stammesführerin Jennifer Kunkel. | Bild: Manfred Dinort

Jennifer Kunkel berichtete auch über die Aktivitäten seit Beginn des Jahres. So gab es im Februar einen Ausflug nach Winterthur, in den „Skills Park“, und im Juli fand eine Exkursion ins Sauriermuseum nach Aathal in der Schweiz statt.

Sichtbares Zeichen: Der Stamm der Elche verfügt auch über eine eigene Flagge.
Sichtbares Zeichen: Der Stamm der Elche verfügt auch über eine eigene Flagge. | Bild: Manfred Dinort

Im Mittelpunkt stand jedoch die 14-tägige Ausfahrt zu Beginn der großen Ferien, die in diesem Jahr nach Schottland führte. An zehn Tagen waren die zwölf Teilnehmer zu Fuß und mit schwerem Gepäck auf dem „West Highland Way“ Richtung Glasgow unterwegs, in einer stillen, aber abwechslungsreichen Landschaft, allerdings auch an Tagen mit extremen Regenfällen. Trotzdem sei es eine schöne Sache gewesen, resümierte Jennifer Kunkel, „wir haben viel gelernt, vieles mitgenommen, uns besser kennengelernt und wir alle sind daran gewachsen.“

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