Waldshut Waldtorhort in Waldshut droht Schließung zum Jahresende

Die Finanzierung des Waldtorhorts in Waldshut ist unsicher. Zum Jahresende will der Landkreis seine Förderung für die Einrichtung von 350 Euro monatlich einstellen, damit sind die Kosten pro Kind von 1500 Euro nicht annähend gedeckt. Der Förderverein sucht intensiv nach einer Lösung.

Die Finanzierung und damit Zukunft des Horts der Waldtorschule ist nach wie vor ungewiss. Das Regierungspräsidium Freiburg hat die Förderung des Horts bereits vor drei Jahren eingestellt und der Landkreis (Träger der Waldtorschule) will seine Förderung Ende des Jahres einstellen oder zumindest runterfahren.

Der Zuschuss der Stadt und der Eigenanteil der Eltern in Höhe von 350 Euro decken dann nicht mehr annähernd die monatlichen Kosten von 1500 Euro für ein Kind. Wenn die Finanzierung nicht geregelt wird, muss der Hort ab Januar 2019 schließen. Der Förderverein der Waldtorschule ist Träger des Horts. Schule und Förderverein hoffen jetzt, dass Waldshut-Tiengen zumindest für im Stadtgebiet wohnende Hortkinder die Förderung entsprechend erhöht und für auswärtige Hortkinder, die jeweiligen Heimatgemeinden einspringen. "Oberstes Ziel ist der Erhalt des Horts", sagte Alfred Scheuble, Vorsitzender des Fördervereins der Waldtorschule, in der Hauptversammlung.

Wunsch nach kürzeren Bearbeitungszeiten

Rund 20 von insgesamt 80 Mitgliedern des Fördervereins waren anwesend. Scheuble kündigte Investitionen des Fördervereins in den Hort an, wenn seine Finanzierung gesichert sei. Als Stichworte nannte er den Brandschutz und die Sanierung von Hortküche und Balkonboden. Mit Blick auf die aktuell nicht volle Auslastung des Horts, wünschen sich die Verantwortlichen in Schule und Hort kürzere Bearbeitungszeiten seitens des Landratsamtes für die Anträge von Eltern. Sozial schwach gestellte Eltern entlastet das Jugendamt durch Übernahme oder Bezuschussung des Elternanteils an den Hortkosten. Astrid Jehle (Leiterin der Waldtorschule) und Andrea Zimmermann (Leiterin Hort) nannten den Waldtorhort ein zweites Zuhause für die Kinder und drückten die Überzeugung aus, dass Ganztagsschulen allgemein Horte nicht ersetzen könnten.

Vorstand größtenteils wiedergewählt

Rita Mosel war in ihrer Funktion als OB-Stellvertreterin Gast in der Versammlung. Sie machte deutlich, dass sie dem Weiterbestehen des Horts positiv gegenüber steht. 2017 hat der Förderverein der Waldtorschule mit einem überschaubaren Plus abgeschlossen und geht auch für 2018 von einem kleinen Überschuss aus. "Wir brauchen aber die Auslastung des Horts für eine gute Wirtschaftlichkeit", sagte der stellvertretende Föderverein-Vorsitzende Thomas Bomans. Er wurde bei den Wahlen einstimmig wiedergewählt. Ebenso Schriftführer Klaus Holzhauser, und Beirat Friedrich Ziegler. Neu zur Beirätin gewählt wurde Monika Zimmermann, sie ersetzt die ausscheidende Christine Beermann.

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