Waldshut Verein Pro Basistunnel unzufrieden mit Zeitplan für Umfahrung Waldshut

Der Verein Pro Basistunnel freut sich über die Umfahrung Waldshut im Bundesverkehrswegeplan. Es geht ihm aber nicht schnell genug.

Mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030, der vor der Verabschiedung durch den Bundestag steht, zeigt sich der Verein Pro Basistunnel zufrieden, der für die Umfahrung Waldshuts mit einem Tunnel streitet. Unzufrieden ist er aber mit der Zeitachse. „Wenn die A 98 von Westen her nach und nach gebaut wird, wie es im Bundesverkehrswegeplan steht, geschieht in Waldshut über Jahrzehnte nichts. Und es läuft auf die Bergtrasse hinaus“, sagte Pro-Basistunnel-Vorsitzender Fitz Opel in der Hauptversammlung.

Deshalb werde Pro Basistunnel jetzt darauf drängen, dass die Behörden Prüfungen und Planungen auch in Richtung auf eine Trassenführung im Tal auf einer „B 34 neu“ durch einen Basistunnel in Waldshut unternehmen. Gegebenenfalls werde der Verein zur Durchsetzung seiner Anliegen, zum Beispiel der Trassenprüfung im Vergleich mit der Alternative „B 34 neu“ und der Bewertung der Verkehrsentlastung für Waldshut, anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, so Opel.

Positiv sei die Aufnahme des Abschnitts der A 98 von Schwörstadt nach Tiengen in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes zu werten, sagte der Vorsitzende Fitz Opel. Damit sei das Recht verbunden, die Abschnitte konkret zu planen. Jetzt müsse darauf hingewirkt werden, dass der Abschnitt Waldshut auch tatsächlich in die Planung aufgenommen werde, auch mit der Alternative Basistunnel.

Den Basitunnel unter Waldshut und die Abänderung der Planung in diesem Abschnitt vom Autobahnstandard in eine Bundesstraße befürwortet der Verein Pro Basistunnel aus vielen Gründen: Gegenüber der Bergtrassenlösung sei diese Variante rund 150 Millionen Euro billiger, schneller zu verwirklichen und schonender für Natur und Umwelt. Sowie aus rein praktischen Gründen: „Im Grunde geht es um einen Pragmatismus, wie er bereits bei der Umfahrung von Oberlauchringen zum Erfolg geführt hat. Dort ist bekanntlich aus der ehemaligen A 98 eine inzwischen von allen akzeptierte B 34 neu geworden“, so Opel.

Für Waldshut bedeute dies, östlich von Hauenstein mit einer entsprechend ausgebauten B 34 neu und einem Stadttunnel schneller und wirksamer voranzukommen, als dies bei einer A 98 Bergtrasse der Fall sei. Die Versammlung beschloss, die Zusammenarbeit mit der regionalen Politik und die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Die Stadt Waldshut-Tiengen und den OB forderte Opel auf, das Thema jetzt anzugehen.

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