Umtriebige Narrenaktivitäten läuteten am Schmutzigen Donnerstag im Städtle die heiße Phase der Fasnacht ein. Bereits ab 6 Uhr waren Schüler der Johann-Peter-Hebel-Grundschule zusammen mit Mitgliedern der Narrenzunft und Schlosshexen unterwegs, um mit Trommeln, Rasseln, Pfeifen und Kochtopfdeckeln kräftig zu lärmen, damit noch schlafende Tiengener aus den Betten fallen.

Nach einer stärkenden Erbsensuppe in der Linde wurden anschließend unter Regie der Katzenrölli zwölf Tiengener Schulen und Kindergärten geschlossen. In der Hebel-Schule wurde Schulleiter Frank Intlekofer ein symbolischer Scheck über 300 Euro überreicht. Narrenzunftgruppen und Schlosshexen spenden der Schule die Einnahmen aus ihren Bewirtungsständen beim Narrennest vom vergangenen Jahr.

Am Nachmittag beim Kinderumzug zogen die Kleinen der Kindergärten in fantasievollen Kostümen durch die Hauptstraße. Begleitet wurden sie von den Gruppen der Narrenzunft, den Schlosshexen, Stadtschnüfflern und den Tiengener Guggenmusiken. Im Zug mitgeführt wurde der Narrenbaum, der auch dieses Jahr unter großem Publikumsinteresse auf dem Marktplatz mit purer Manneskraft in die Senkrechte gehoben wurde. Er zeigt mit dem baumelnden Bög an der Spitze, dass jetzt die Narren das Zepter in der Hand halten.