Schmitzingen – Gepfefferte Dialoge, pikante Szenen, ein temperamentvolles Spiel, jeder Akt ein Kracher. Top in Form präsentierte sich das Theaterteam des Radsportvereins Schmitzingen (RSV), das den Dreiakter "Im Showfieber" von Beate Irmisch aufführte. Die RSV-Vorsitzende Brunhilde Granacher freute sich, wieder zahlreiche Besucher begrüßen zu können, darunter viele auswärtige Gruppen und Besucher, die traditionell zum Theater nach Schmitzingen kommen. Alle vier Veranstaltungen waren ausverkauft. Die Vorsitzende selbst spielt seit Jahren im Theaterteam mit, diesmal in der Rolle der Feministin "Kuni Keusch".

Schauplatz des Geschehens ist die Vereinskneipe des SV Schmitzingen, der sein 95-jähriges Bestehen feiern will. Das Organisationsteam trifft sich in der Kneipe, um am Stammtisch ein zünftiges Programm auf die Beine zu stellen. Das Wort führt der Vorsitzende, Gastwirt Franz Scheckenbauer (Lorenz Eschbach). Mit von der Partie ist sein Sohn Uwe (Benjamin Ortlieb) und die Führungselite der AH-Mannschaft mit Klempnermeister Gerd Struller (Lothar Schmidt) und Landwirt Otto Rohhackel (Herbert Ganzmann). Aber eigentlich haben alle keine Lust, sich zu viel Arbeit aufzuhalsen und ein aufwendiges Fest vorzubereiten. Da ist guter Rat teuer.

In die laufende Diskussion mischen sich der neue Pastoralreferent Kalle Rummeligge (Johannes Flügel) und die Wirtstochter Gitti (Evi Granacher) ein. Der junge Mann schlägt eine Show im TV-Stil vor: "Der SV Schmitzingen sucht seinen Superstar". Der Funke springt über, die Alten Herren sind begeistert, schwelgen in Fantasien und träumen von einem Striptease auf der Showbühne. Doch das Team hat seine Rechnung ohne die Frauen gemacht, die jetzt die Bühne stürmen (Brunhilde Granacher, Angelika Eschbach, Angelika Gfell und Elvira Reichmann). Die drehen den Spieß um und wollen nun selber eine pikante Show auf die Bretter stellen. Auch da beginnt die Fantasie exotische Blüten zu treiben. Warum nicht einen Striptease? Das wiederum bringt die Männer total aus dem Häuschen. Wollen wir uns mit Gewalt vor aller Welt lächerlich machen? Langsam kehrt die Vernunft wieder ein und die Wogen beginnen sich zu glätten.

Es gibt doch noch ein Happy End, das Publikum ist hell begeistert. Ein besonderes Lob gab es zum Schluss für Evi Granacher, die zum ersten Mal mitspielte und ihre Rolle souverän meisterte. Hinter den Kulissen wirkten mit Bernhard Huber (Theaterauswahl und Regie), Jeanette Ebner (Souffleuse) Daniela Gabriel (Masken) und Luzia Granacher (Werbung).

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.