Einen echten Kracher hatte das Theaterteam des SV Eschbach zu bieten, das im Gemeindehaus den Dreiakter "Büro, Büro – und wieder keinen Kaffee gekocht" von Heidi Mager aufführte. Regie führte Karin Obrist, die selbst auch als "Walters Schwester" mitspielte. In dem Spiel reihten sich originelle und witzige Szenen aneinander, das Publikum war hellauf begeistert, es gab immer wieder spontanen Beifall und dann einen Schlussapplaus, der nicht enden wollte.

Drei Aufführungen

Insgesamt gab es drei Aufführungen, neu im Programm war das Theater-Kaffee, das am Sonntagnachmittag über die Bühne ging. Über einen "wahnsinnig vollen Saal" freute sich der Vereinsvorsitzende Jürgen Amrein am Samstagabend. Er sei froh, wieder Theater anbieten zu können, denn es sei nicht einfach, jedes Jahr wieder Spieler zu finden, die bereit seien, ihr Herzblut einzubringen und monatelange Proben auf sich zu nehmen. "Aber Sie werden mir Recht geben", so Amrein, "wir haben eine tolle Truppe zusammen bekommen, darunter auch junge Leute, die zum ersten Mal mitspielen."

Wenn einiges aus dem Ruder läuft

Dann gingen die Lichter aus, im Saal herrschte stimmungsvolles Kerzenlicht, nur die Bühne war hell erleuchtet. Ein schönes Bild boten die Kulissen, ein modernes Büro, ausgestattet mit Schreibtischen, Ordnerregalen, Telefon, PCs und einer Kaffeebar – die Schaltzentrale eines Familienunternehmens. Aber das Geschäft mit den Babyschnullern will nicht mehr so recht laufen. Der Firmenchef (Markus Waßmer) und seine Schwester (Karin Obrist) sorgen sich. Neue Geschäftsideen müssen her. Aber auch im Privatleben bahnen sich Spannungen und Konflikte an. Susanne Schmoll (Petra Obrist), die altgediente Sekretärin, versucht alles im Griff zu behalten. Trotzdem läuft einiges aus dem Ruder.

Der Chef, auf den sie selbst ein Auge geworfen hat, flirtet mit ihrer jungen Kollegin (Jana Obrist). Der rotzfreche Azubi (Paul Würtenberger) versucht den Betriebsmeister (Johannes Sandrock) zu umgarnen, um ihn auf seine Seite zu bringen. Für zusätzliche Turbulenzen sorgen weitere Angestellte, darunter eine italienische Gastarbeiterin (Isabel Wochner) und ein eifersüchtiger Mitarbeiter (Andreas Vogelbacher). Dann taucht auch noch ein Finanzbeamter auf (Erich Reuter), um die Buchführung des Betriebes unter die Lupe zu nehmen. Hinter den Kulissen wirkten mit Marita Zieringer als Souffleuse und Martina Haselwander als Maskenbildnerin.