Ein Streit zwischen zwei Gruppen beim Chilbiweg in Waldshut hatte für zwei Beteiligte spürbare Folgen. Einer beruhigte sich erst auf dem Polizeirevier, der zweite kam ins Gefängnis, da er eine gegen ihn verhängte Geldstrafe nicht bezahlt hatte. Gegen 22 Uhr war die Polizei durch den Gemeindevollzugsdienst um Unterstützung gebeten worden, da sich zwei Gruppen junger Leute nicht beruhigen ließen und ein körperlicher Schlagabtausch drohte.

Auf Ansprache der Polizei tat sich besonders ein 18-Jähriger hervor, der die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen in Frage stellte und sich weigerte, sich auszuweisen. Auch einem ausgesprochenen Platzverweis leistete er nicht Folge. Als er nach Ausweispapieren durchsucht werden sollte, versuchte er sich zu befreien und musste zu Boden gebracht werden, so der Polizeibericht. Dabei begann eine alte Verletzung am Unterarm des jungen Mannes wieder zu bluten.

Auf dem Polizeirevier beruhigte er sich und zeigte sich nun einsichtig. Seine Personalien konnten festgestellt werden. Neben einer Strafanzeige wegen Widerstandes wird er angezeigt, weil der den Platzverweis nicht befolgt hatte. Auch Gebühren für den Polizeieinsatz werden bei ihm erhoben. Der zweite Mann, ein 32-Jähriger, kam trotz verhängtem Platzverweis wieder zurück.

Als er näher überprüft wurde, stellte sich heraus, dass eine Geldstrafe aus einer vergangenen Straftat noch offen war, die er nicht bezahlen konnte. Er wurde deshalb festgenommen und in eine Zelle gebracht. Dabei beleidigte der Betrunkene die Polizeibeamten, was nochmals strafrechtliche Konsequenzen für ihn haben dürfte.