Waldshut-Tiengen Starke Frauen der Reformation: Aktionswoche im katholischen Gemeindehaus

Die Frauenaktionswoche im katholischen Gemeindehaus lenkte den Blick auf die Weggefährtin und spätere Gattin Martin Luthers, Katharina v. Bora. Mit Renaissancemusik untermalt wurde die Veranstaltung von Gudrun Herzog-Albicker.

Waldshut (sus) Einen spannenden Einblick in das Leben der Gefährtin des Reformators Martin Luthers, Katharina von Bora und anderer starker Frauen aus der Zeit der Reformation gaben die Damen um Regionalfrauenreferentin Gabriele Trapp im Rahmen der Frauenaktionswoche im katholischen Gemeindehaus.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Gudrun Herzog-Albicker, die mit ihrer Renaissancemusik die zahlreichen Zuhörer auf eine Zeitreise in die vor 500 Jahren stattgefundene Reformation mitnahm. Fiktive Dialoge, Interviews und Biografien großer Wegbereiterinnen der Reformation rundeten den Abend ab. Hauptperson des Abends aber war Katharina von Bora, die spätere Ehefrau Martin Luthers.

Viel wisse man nicht über diese mutige Weggefährtin Luthers. Sie sei mit sechs Jahren bereits in ein Kloster gebracht worden, erzählte Gabriele Trapp. Das sei damals in den ärmeren Familien durchaus so üblich gewesen. Mit 16 habe sie ihr Gelübde abgelegt. Bald darauf sei sie mit den Thesen Luthers in Berührung gekommen und habe sich davon ansprechen lassen. Als 1522 der Beschluss ergangen sei, dass Nonnen die Klöster verlassen dürften ohne eine Strafe zu erwarten, sei sie mit zwölf anderen Nonnen geflüchtet.

Gelandet sei Katharina bei Lucas Cranach dem Älteren, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Katharina zu vermählen. Sie sei wählerisch gewesen, wollte nur den Besten. Schließlich habe sie sich mit Martin Luther vermählt, dem sie zeitlebens eine treue Weggefährtin gewesen sei.

Nicht nur in Haus und Hof habe sie gewirkt, auch theologische und politische Themen seien des Öfteren zwischen den beiden diskutiert worden. "Käthe ist das Beste, was Gott mir geben konnte", soll Luther einmal gesagt haben.

In einer fiktiven Tischrede, in Szene gesetzt von Angelika Ebel und Sonja Kaiser, habe Katharina wiederum zu ihrem Ehemann gesagt "Ich bin ein helle Sächsin und nicht auf den Mund gefallen". Alle Frauen der Reformation seien mutige und starke Frauen gewesen, die die Reformation auf ihre Weise vorangetrieben hätten, ergänzte Trapp.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Außergewöhnliche Geschenkideen für Ihre Liebsten
Neu aus diesem Ressort
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Waldshut
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren