Volles Haus, mitreißende Melodien und begeisterter Applaus – dies sind die Eckdaten für das Konzert der Stadtmusik Waldshut zusammen mit den Gesangssolisten Barbara Wäldele, Kimberly Nebel und Markus Koch. Mit über 400 Besuchern war das Konzert in der Gemeindehalle Dogern ausverkauft. Sogar einige zusätzliche Stühle hatten aufgestellt werden müssen. Unter dem Motto „Disneys Filmmelodien“ erlebte das Publikum ebenso klangvolle wie klangschöne Begegnungen mit unvergessenen Helden aus der bunten Filmwelt des legendären US-amerikanischen Trickfilmzeichners und Filmproduzenten Walt Disney.

Große Gefühle, Theatralik, schwungvolle Fröhlichkeit, aber auch traurige Momente ließen die Melodien spüren. Im Frack hob Dirigent Daniel Frank den Taktstock, um mit Disneys Fantillusion, einem facettenreichen Medley von Disney-Melodien, das Konzert zu eröffnen. In der Folge waren bekannte Melodien aus Aladdin, Tarzan, Lion King (König der Löwen), Frozen (Eisprinzessin) und Beauty and the Beast (Die Schöne und das Biest) zu hören.

Begeisterter Beifall: Die Stadtmusik Waldshut mit ihrem Dirigenten Daniel Frank wird nach ihrem Konzert in der Dogerner Gemeindehalle vom Publikum gefeiert.
Begeisterter Beifall: Die Stadtmusik Waldshut mit ihrem Dirigenten Daniel Frank wird nach ihrem Konzert in der Dogerner Gemeindehalle vom Publikum gefeiert.

Das Orchester stellte bei den teilweise sehr komplexen und schwierigen Stücken einmal mehr seine besondere Klasse unter Beweis. Dies auch optisch: Nicht nur das Spiel war elegant, sondern auch die Kleidung. Die Musiker präsentierten sich nicht in den gewohnten Stadtmusik-Uniformen, sondern in schwarzer, festlicher Kleidung. Viele schöne Akzente setzten die Solisten Barbara Wäldele aus Basel, ihre Meisterschülerin Kimberly Nebel und der Tenor Markus Koch.

Große Stimmen: Die Gesangssolisten Kimberly Nebel (von links), Markus Koch und Barbara Wäldele singen mit Herz und Leidenschaft. Bild: Ursula Freudig
Große Stimmen: Die Gesangssolisten Kimberly Nebel (von links), Markus Koch und Barbara Wäldele singen mit Herz und Leidenschaft. Bild: Ursula Freudig

Sie betraten zwischendurch immer wieder die Bühne, um sich mit ihren gefühlvollen und ausdrucksstarken Stimmen gekonnt in die orchestralen Klangwelten einzufügen. Die ehemalige Cats-Darstellerin Barbara Wäldele verzauberte sogar zu orientalischen Klängen aus Aladdin mit anmutigen Tanzschritten. Angesagt wurden die Stücke in angenehm locker-leichter Tonart von den Orchestermitgliedern und Vereinsvorsitzenden Nicole Schnell und Philipp Studinger. Das Konzert der Stadtmusik Waldshut bot abwechslungsreiche Unterhaltung und Qualität und wurde entsprechend vom Publikum gefeiert. Es war das erste Konzert, das die Handschrift von Daniel Frank trug. Teilweise waren die Stücke von ihm arrangiert worden. Im Mai 2017 hatte Frank aus den Händen von Frank Pohl den Dirigentenstab übernommen. Pläne für kommende Konzerte mit neuen Ideen sollen er und das Orchester bereits haben.

Ein festliches Bild gab die Stadtmusik Waldshut mit ihrem Dirigenten Daniel Frank bei ihrem Konzert in der Dogerner Gemeindehalle.
Ein festliches Bild gab die Stadtmusik Waldshut mit ihrem Dirigenten Daniel Frank bei ihrem Konzert in der Dogerner Gemeindehalle.

 

"Es war ein sehr professionelles Konzert"

Barbara Wäldele (53), geboren in Weil am Rhein, ist Musicaldarstellerin, Tänzerin und Diplom-Gesangslehrerin. Sie ist Trägerin des Markgräfler Kunstpreises 2000, wohnt in Basel und hat dort ein Gesangsstudio.

Barbara Wäldele.Bild: Ursula Freudig
Barbara Wäldele.Bild: Ursula Freudig

Frau Wäldele, das Konzert ist vorbei, wie haben Sie es erlebt?

Es war ein sehr professionelles Konzert, alles war gut organisiert. Die Stadtmusik Waldshut spielt sehr gut, sie ist ein tolles Orchester. Das Publikum hat aufmerksam zugehört und am Ende durch Standing Ovations seine Begeisterung ausgedrückt. Kimberly Nebel, Markus Koch und mir hat das Konzert viel Spaß gemacht.

Ist es etwas Besonderes für Sie, mit einem Blasorchester aufzutreten?

Ja, es ist etwas Besonderes. Sänger werden meistens von einem Klavier oder einem Streichorchester begleitet. Ich denke, es war aber auch für die Stadtmusik eine Herausforderung, uns Sänger zu begleiten und bei den Stücken die Streicher zu ersetzen. Es ist erstaunlich wie Daniel Frank arrangiert hat.

Kommen Sie bald wieder in unsere Gegend?

Wenn es sich ergibt und man mich engagiert, komme ich gern wieder in die Waldshuter Gegend. Und sollte Daniel Frank mit der Stadtmusik Waldshut wieder einmal etwas mit Gesangparts machen und uns einladen, sind wir gern wieder mit dabei.

Fragen: Ursula Freudig