Bereits zum dritten Mal im Abstand von jeweils fünf Jahren zeigt jetzt das Kulturamt der Stadt Waldshut-Tiengen im Schloss Tiengen, was sich da für Kunstschätze im Besitz der Stadt befinden. Oder – wie es Kulturamtsleiter Hartmut Schölch bei seiner launigen Einführung formulierte: „Wir zerren die Kunstwerke, die in den Fluren und Büros der Angestellten ihr Dasein fristen, ans Licht der Öffentlichkeit.“

Sie werden jetzt in der Ausstellung „Lustrum – Sammelsurium, die Dritte!“ in den hellen Schwarzenbergsälen und im Schlosskeller gezeigt. Schölch führte den eigenwilligen Begriff „Lustrum“ auf eine römische Tradition zurück und gab einen Rückblick auf die beiden vorausgegangenen Ausstellungen: auf das „Sammelsurium“ (2008) und auf die „QuinTIENGENale“ (2013). Nun also – wieder nach fünf Jahren – das „Lustrum“: „Beim dritten Mal ist das jetzt Tradition“, so Schölch vergnügt.

Die meisten der diesmal gezeigten Arbeiten wurden in den vergangenen fünf Jahren von der Stadt erworben, ergänzt durch einige andere Kunstwerke. Sie stammen von regionalen Künstlern, von denen erfreulich viele bei der Vernissage anwesend waren, aber auch von Künstlern aus ganz Deutschland und dem Ausland.

So kam es auch zu manchem unverhofften Wiedersehen: etwa den anrührenden Kleinplastiken von Lieselotte Voellner-Gallus oder Bildern von der fast vergessenen Nurit Bakaus, zu einer Begegnung mit Bildern von Paul Klahn, Vera Rühle oder Doratio. Mancher der Besucher erinnert sich dabei wohl wieder an die eine oder andere gelungene Ausstellung oder hat die Möglichkeit, sich in ein Kunstwerk einzufühlen.

Denn – so Schölch – „jedes Kunstwerk ist ein Fenster in eine andere Welt“. Für ihn selbst war dies die letzte Ausstellung nach 17 Jahren Kulturarbeit für die Stadt. Doch in seiner gewohnt lässigen Art ließ er keine Wehmut aufkommen.

Die Ausstellung im Schlosskeller und den Schwarzenberg Sälen ist bis zum 6. Mai dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.