Die Besucher können die Tiere des Heims kennenlernen, teils auch streicheln, und draußen auf der großen Wiese gemeinsam feiern.

Die Hundefreunde Bonndorf und eine Kindertanzgruppe zeigen ihr Können, Bogenschießen, ein Flohmarkt für Heimtierzubehör, eine Tombola und für die kleinen Besucher Spiele, Schminken sowie Basteln werden angeboten. Es gibt Gegrilltes auch für Vegetarier und wie immer ein großes Kuchenbuffet. Die Jugendgruppe macht auch mit. An ihrem Stand gibt es alkoholfreie Bowle und Waffeln. Das Tierheim-Team und viele Ehrenamtliche, insgesamt fast 30 Personen, stellen das Fest auf die Beine und freuen sich auf möglichst viele Besucher.

Für das Tierheim ist das Fest sehr wichtig. „Wir stellen uns mit ihm der Öffentlichkeit vor und wir brauchen die Einnahmen zur Aufbesserung unserer Finanzen“, sagt Tierheimleiterin Anja Fuchs. Immer wieder sind Anschaffungen, Reparaturen und Baumaßnahmen nötig, um den Betrieb am Laufen zu halten und die Unterbringung der Tiere zu verbessern. So haben Mutterkatzen, die bislang aus Platzmangel zum Teil in Käfigen gehalten werden mussten, jetzt durch einen Anbau mehr Platz.

<p>Das Tierheim Steinatal beherbergt nicht nur Hund und Katzen, sondern auch Kleintiere. </p>

Das Tierheim Steinatal beherbergt nicht nur Hund und Katzen, sondern auch Kleintiere.

| Bild: Tierschutzverein Waldshut-Tiengen

Im Moment ist ein Steingarten in Arbeit, um bei Dauerregen auftretende Erdrutsche zu verhindern. Die Instandsetzung des defekten Kleintierhauses und Verbesserungen für die Hunde, in deren Boxen es im Sommer sehr heiß wird, sind kommende Herausforderungen.

Die Kosten für die Unterbringung und tierärztliche Behandlung der Fundtiere übernimmt Waldshut-Tiengen. Die Stadt ist per Gesetz verpflichtet, im Stadtgebiet gefundene Tiere für die Dauer von sechs Monaten zu versorgen. 1975 hat das Ordnungsamt diese Aufgabe dem Tierschutzverein Waldshut-Tiengen als Träger des Tierheims übertragen. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut“, sagt Anja Fuchs, was seitens der Stadt bestätigt wird.

Tierschutzverein und Waldshut-Tiengen arbeiten zusammen

Der Tierschutzverein Waldshut-Tiengen stellt der Stadt seit 2011 die Aufwendungen pro Tier in Rechnung. Neben einer Verwaltungskostenpauschale und Tierarztkosten sind dies Pensionskosten. Für jede Katze erstattet die Stadt Pensionskosten in Höhe von 8 Euro, für Hunde sind es 12 Euro pro Tag im ersten Monat, für die restlichen fünf Monate für Katzen 4,50 Euro und für Hunde 7,50 Euro. "Wir bekommen jeden Monat Abrechnungen vom Tierheim, alles ist sauber und übersichtlich dargestellt", sagt Fabian Prause vom städtischen Ordnungsamt.

Für jedes Tier bekommt die Stadt außerdem eine Kopie des Vertrags zwischen Finder und Tierschutzverein mit Bild des gefundenen Tieres gefaxt, dass dann im städtischen Mitteilungsblatt veröffentlich wird. 2015 zahlte die Stadt 25170 Euro (2014: 18385 Euro) an den Tierschutzverein, davon waren 1750 Euro Tierarztkosten. Pro Tier, größtenteils Katzen, erstattete sie im Schnitt 370 Euro. Umgelegt auf die Einwohner Waldshut-Tiengens, sind dies 1,03 Euro für jeden.

Müsste die Stadt die Tiere selber versorgen, wären laut Ordnungsamt Aufwand und Kosten sehr viel höher. Von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit spricht auch Harald Pietz, Leiter des Ordnungsamtes: "Wir sind froh, dass wir den Tierschutzverein als Partner haben und schätzen das ehrenamtliche Engagement, das dahinter steht, das könnten wir so nicht leisten."

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