Auch die Sparkasse Hochrhein bewegt sich in einem schwierigen Marktumfeld der Finanzdienstleistungsbranche. Sie kämpft mit Niedrig- und auch Negativzinsen. Trotzdem legte das Unternehmen, das über 100.000 Kunden betreut, im vergangenen Jahr in fast allen Bereichen zu. Einziger Wermutstropfen: Der Zinsüberschuss sank im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 2018 um 4,9 Prozent auf 46,2 Millionen Euro.

Ein erfolgreiches Geschäftsergebnis

Der Vorstandsvorsitzende Heinz Rombach sprach mit Blick auf die Zahlen von 2019 in der Bilanzpressekonferenz von einem erfolgreichen Geschäftsergebnis. Die Sparkasse erzielte bei den Kundeneinlagen und Kundenkrediten ein Wachstum. Herausragend war der starke Anstieg der Bilanzsumme um 6,9 Prozent auf 3,33 Milliarden Euro. „Basis des kräftigen Wachstums der Bilanzsumme und des Kundengeschäfts war die Innovations- und Veränderungsleistung“, sagte Rombach.

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Angebot für Kunden konsequent optimieren

Die Sparkasse habe die Herausforderungen angenommen, die das Umfeld bringe, und das Jahr 2019 genutzt, um für die Kunden noch besser zu werden. Rombach: „Mit unserem Angebot aus persönlicher Beratung in unseren Filialen vor Ort und unseren digitalen Services sind wir auf breiter Basis gut aufgestellt.“ Darauf werde man aufbauen und das Angebot für die Kunden konsequent optimieren.

Wolf Morlock, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, ergänzte: „Mich freut es besonders, dass es uns erfolgreich gelingt, unsere Service- und Beratungsqualität stetig zu verbessern. Wir transferieren Bewährtes in die moderne Zeit.“

Private Baufinanzierungen ein starker Motor

Ein starker Motor für das Wachstum des Kreditgeschäfts sind die privaten Baufinanzierungen. Die Nachfrage nach Immobilienkrediten steigt. Sie erhöhten sich 2019 gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro. Kunden schlossen auch mehr Bausparverträge ab. Die Zahl stieg um 5,2 Prozent auf 73 Millionen Euro.

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Wertpapier-Nettoabsatz steigert sich um 62 Prozent

Immer mehr Kunden der Sparkasse Hochrhein setzen in der Phase des Nullzinses auf Wertpapiere. Was die Steigerung des Nettoabsatzes um mehr als 62 Prozent untermauert. „Die Kunden nutzen die Rendite-Chancen von Wertpapieren und weichen der klassischen Geldanlage aus“, sagte Rombach.

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Dazu zählen Investmentfonds. Die Käufe stiegen auf über 52 Millionen Euro. Auch die Zahl der Fondssparpläne nahm um mehr als zwölf Prozent zu. Immer mehr Menschen vertrauen der Sparkasse ihr Geld an. Sie führt 92.400 Girokonten (760 Mehr als 2018). Rombach: „Wir werden gebraucht, dieser Aufgabe stellen wir uns.“