Frau Eckert, wie kam es, dass Sie sich beide schon von Kindheit an für Musik interessierten?

Chiara und Sophie Eckert: Auch unsere Mama ist musikalisch sehr aktiv. Wir waren schon von Geburt an bei ihren vielen Auftritten und Proben dabei. Wir sind quasi mit Musik zur Welt gekommen, Musik gehörte schon immer zu unserem Alltag.

Alle fangen mit der Blockflöte an. Wie war es bei Ihnen?

Sophia: Das war auch bei uns so, obwohl ich Blockflöte eigentlich nie so gern gespielt habe und wir auch eine ganz liebe und geduldige Lehrerin hatten. Trotzdem muss da was hängen geblieben sein, denn im Verein spiele ich ja heute Querflöte.

Chiara: Um Noten zu lesen und Musik kennenzulernen, war es für mich das richtige Instrument. Andrerseits war ich froh, als ich ans Klavier wechseln durfte. Doch heute spiele ich, immer mal wieder, gerne auf der Blockflöte.

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Sie sind auch schon früh dem Musikverein Gaiß-Waldkirch beigetreten. Braucht man einen Verein zum Musizieren?

Sophia: Im Verein fühlen wir uns zuhause, das Musizieren in der Gemeinschaft macht mehr Spaß, in einem Konzert mitzuwirken ist für uns auch ein Erfolgserlebnis.

Chiara: Ich habe bereits mit elf Jahren beim Jahreskonzert unseres Vereins mitgespielt. Gemeinsam zu musizieren hat für mich einen besonderen Stellenwert. Das ist beim Klavierspiel anders. Im Verein geht es geselliger zu, man lernt neue Freunde kennen, die einen ein Leben lang begleiten. Gemeinsam macht es doppelt Spaß. Für uns war es naheliegend, uns dem Musikverein Gaiß-Waldkirch anzuschließen, weil auch Freunde aus unserem Wohnort dort mitspielten.

Haben Sie im Verein immer das gleiche Instrument gespielt?

Sophia: Ich habe mich von vornherein für die Querflöte entschieden. An den übrigen Blechblasinstrumenten hatte ich kein Interesse, zum Ärger meiner Schwester. Mit der Geige, die ich seit dem sechsten Lebensjahr spiele, gab es erfolgreiche Soloauftritte bei verschiedenen Konzerten.

Chiara: Unsere Dirigentin, Marina Reichmann, brachte damals ein Horn bei uns vorbei. Und das wurde für mich zu einer Liebe auf den ersten Blick.

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Liegt Ihnen die Blasmusik, wie sie in den Vereinen gepflegt wird?

Sophia: Der Musikverein Gaiß-Waldkirch ist ziemlich modern unterwegs. Traditionelle Stücke sind in einem Blasorchester wichtig, aber Modernes macht mir doch mehr Spaß. Da bietet der Verein eine gute Mischung.

Chiara: Märsche und Polkas sind für mich eher langweilig. Ich persönlich finde moderne Musik reizvoller und da bietet unser Verein einen ausgewogenen Mix.

Waren Sie auch schon in der Nachwuchsausbildung tätig?

Sophia: Ja, ich kümmere mich seit 2018 um die Flötenschüler.

Chiara: Ich bin seit Jahren für die Hornschüler zuständig und ich dirigiere unser Jugendorchester.

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Wie ist Ihre Einstellung zur klassischen Musik?

Sophia: Auf der Geige spiele ich fast nur klassische Musik, Solosonaten und Messen. Auch wenn ich mit meiner Schwester zusammenspiele, sie auf dem Klavier und ich auf der Geige, bevorzuge ich klassische Stücke.

Chiara: Auf dem Klavier spiele ich fast ausschließlich klassische Musik. Auch auf dem Horn spiele ich klassische Stücke, aber da breche ich auch mal ganz gerne aus.

Wie war es mit der musikalischen Ausbildung an Ihrer Schule?

Sophia: Ich hatte nicht allzu lange Musikunterricht, da ich vom Hochrhein-Gymnasium auf das Sozialwissenschaftliche Gymnasium nach Bad Säckingen gewechselt habe.

Chiara: Ich hatte mich am Waldshuter Hochrhein-Gymnasium für den Musikzweig entschieden und dann das Musikabitur gemacht. Zu meiner Zeit wurde am Gymnasium viel Wert auf Musik- und Kunsterziehung gelegt.

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Wird bei Ihnen auch zuhause Musik gemacht? Etwa an Weihnachten?

Beide: Natürlich wird auch bei uns zuhause viel Musik gemacht. Besonders gefordert sind wir an Weihnachten, wenn wir, zusammen mit unserer Mama, aber auch einzeln viele Auftritte haben. Das ist manchmal sehr stressig, aber es ist ein schöner Stress.

Werden Sie auch in Zukunft dem Musikverein Gaiß-Waldkirch treu bleiben?

Beide: Ganz sicher. Da fühlen wir uns zu Hause, da macht es uns Spaß und unsere Dirigentin ist für alles offen. Allein im Kämmerchen zu spielen, ist eigentlich nicht unsere Sache. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahreskonzert. Da liegt der Schwerpunkt auf Instrumente, die normalerweise im Blasorchester nicht vorkommen.