Für die Region ein Zeichen ihrer wirtschaftlichen Stärke und Vielseitigkeit und für jeden Einzelnen eine informative und unterhaltsame Fundgrube rund ums Leben – das ist die Messe am Hochrhein. Zum dritten Mal hat sie von Freitag bis Montag bei durchgängig guten Wetter unzählige Menschen nach Tiengen auf den Festplatz an der Wutach gezogen. Höhepunkt des Rahmenprogramms war das Kochduell zwischen Waldshut-Tiengens Oberbürgermeister Philipp Frank und dem evangelischen Pfarrer Tiengens, Rainer Stockburger.

Insgesamt konnte einschließlich der Stadthalle in neun Hallen und auf großzügigen Ausstellungsflächen im Freien nach Herzenslust gebummelt, geschaut, gekostet, sich informiert und gekauft werden. Über 300 Aussteller präsentierten Produkte und Dienstleistungen in den Hauptbereichen Bauen und Wohnen, Haushalt, Gesundheit, Sport, Mode und Freizeit, Lifestyle, Kunsthandwerk, Maschinen und Fahrzeuge und natürlich Essen und Trinken. Messen sind auch immer ein Spiegel modernster Technik und innovativer Trends. Auch hier gab es einiges zu entdecken, angefangen vom computergesteuerten Rasenmäher bis zu medialen Erlebnissen dank sogenannter Virtual-Reality-Brillen. Das umfangreiche Rahmenprogramm tat ein Übriges, um den Messebesuch für die ganze Familie zu einer kurzweiligen Angelegenheit zu machen.
 

Im Mittelpunkt der Unterhaltungsangebote stand wieder das Kochen. Erstmals zauberten aber nicht nur Spitzenköche aus der Region kulinarische Köstlichkeiten, sondern auch zwei Laienköche brachten dank etlicher Hilfsköche Leckeres auf den Tisch. Im Team bestritten Oberbürgermeister Philipp Frank und Pfarrer Rainer Stockburger das erste Kochduell der Messe am Hochrhein. Messeorganisatorin Regina Rieger moderierte das Spektakel mit humorvoller Schlagfertigkeit. Kürbissuppe, Geschnetzeltes mit Ingwer und Cashewkernen und ein Dessert nach freier Wahl mussten die duellierenden Teams in einer Stunde kochen. Das Publikum hatte seinen Spaß, feierte am Ende beide Teams und ließ sich die Probierportionen und den dazu servierten Engelhof-Wein schmecken.

„Die Messe am Hochrhein ist ein weiteres Indiz dafür, wie viel in unserer Gegend steckt, wir werden als Stadt alles tun, um die Messe in zwei Jahren wieder zu unterstützen“, sagte OB Frank. Etliche Mitarbeiter der Stadt waren an einem großen Stand im Einsatz gewesen. Das dazugehörige dekorative Wasserspiel, in dem nicht nur Kinder Enten angelten, hat der Baubetriebshof gebaut. Es wird demnächst einen städtischen Kindergarten bereichern.

"Querschnitt durch die Wirtschaftsbereiche dieser Region"

Regina Rieger von SARL Messen & Marketing aus Rastatt ist die Frau, die mit ihrem Team die Messe am Hochrhein organisiert.


Frau Rieger, was zeichnet die Messe am Hochrhein aus?
Die Messe am Hochrhein ist mit über 300 Ausstellern eine ordentlich große Verbrauchermesse, die einen schönen Querschnitt durch die Wirtschaftsbereiche dieser Region bietet. Externe Aussteller, zum Beispiel dieses Mal aus Frankfurt oder Italien, setzen dabei zusätzliche Akzente. Rund 30 Prozent der Aussteller waren von auswärts.

War dieses Jahr etwas neu im Vergleich zu den ersten beiden Messen?
Ja, der Café-Garten, in dem Interviews als gezielte verkaufsfördernde Maßnahme für Aussteller stattgefunden haben. Sie konnten besonders erklärungsintensive Produkte vorstellen. Wir haben natürlich ein großes Interesse, das die Aussteller mit gut gefüllten Auftragsbüchern und zufrieden nach Hause gehen. Neu war auch das Kochduell mit OB Philipp Frank und Pfarrer Rainer Stockburger, das sehr gut angekommen ist.

Wie viele Besucher waren da und was sagen konkret die Aussteller?
Wir haben noch keine endgültigen Besucherzahlen, aber das Ergebnis von 2014 haben wir auf jeden Fall wieder erreicht, ich denke, dass wir die 40 000 Grenze wieder überschreiten. Die Aussteller sind zu 80 bis 85 Prozent sehr bis hoch zufrieden und die restlichen sagen, dass die nächsten Wochen zeigen werden, was für sie herausgekommen ist. Seitens von Besuchern habe ich auch nur Lob gehört, das breit gefächerte Angebot würde viel Spaß machen. Mit dem OB Philipp Frank habe ich auch bereits gesprochen, er hat gesagt, dass er sich freuen würde, wenn 2018 die vierte Messe am Hochrhein stattfinden würde. Wir kommen sehr gerne wieder. (ufr)
<strong>Virtuelles Erlebnis:</strong> Gleich wird Fritz Klormann aus Horheim mit dieser Brille in virtuelle Welten eintauchen, an seiner Seite die SÜDKURIER-Mitarbeiterin Anna Maier.
Virtuelles Erlebnis: Gleich wird Fritz Klormann aus Horheim mit dieser Brille in virtuelle Welten eintauchen, an seiner Seite die SÜDKURIER-Mitarbeiterin Anna Maier. | Bild: Ursula Freudig
Der Freitag steht im Zeichen des Holzbaus. Hier informiert sich eine Familie aus Bernau am Stand von Rensch Haus.
Der Freitag steht im Zeichen des Holzbaus. Hier informiert sich eine Familie aus Bernau am Stand von Rensch Haus. | Bild: Ursula Freudig
Modebewusst: Besonders Taschen sind bei der Messe am Hochrhein im Bereich Mode im Angebot, hier sieht sichRuth Alex aus Immeneich Modelle der Firma Lederwelten Essen an. Bild: Freudig
Modebewusst: Besonders Taschen sind bei der Messe am Hochrhein im Bereich Mode im Angebot, hier sieht sichRuth Alex aus Immeneich Modelle der Firma Lederwelten Essen an. Bild: Freudig