Ein voller Erfolg war die Silvestergala des Ensemble Muss Hochrhein (Die Abkürzung steht für Musik und Schauspiel) im ausverkauften Schlosskeller Tiengen. Auch Fürst Nepomuk von Schwarzenberg (gespielt von Hansjörg Seilacher/Lukas Gäng), Vorbesitzer des Schlosses, hatte sich nicht lange bitten lassen, und nach den Klängen von "Die Nacht "von Franz Schubert und den beschwörenden Bitten der Sänger "Oh kommt ihr klappernden Gebeine! Oh Fürst von Schwarzenberg! Die Weisheit strömt aus deinem Barte!" machte er seine Aufwartung. Gar nicht begeistert über die Zustände in seinem ehemaligen Schloss, stimmte er zusammen mit dem neuen Schlossbesitzer Karl von Grafenhausen (Markus Süß) das Stück "Wenn Ich einmal reich wär´" aus Anatevka an. Trost fand der Fürst dann im Auftritt von Donna Clara, lasziv und verführerisch, ganz im Stil der Zwanzigerjahre, verkörpert von Claudia Stockmann, die in "O Donna Clara" nicht nur dem Fürsten den Kopf verdrehte. Nach "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" von Friedrich Holländer arrangiert von Markus Süß und interpretiert von Claudia Stockmann, war es endgültig um den Fürsten geschehen. Die erste Geige spielte der Fürst dann im "Schönen Gigolo" von Leonello Casucci wo er gewandt zur Violine griff. In "Think of me" aus "The Phantom of the Opera" von Andrew Lloyd Webber überzeugten dann die Sängerinnen aus dem Ensemble Muss.

Ab in den Badezuber, hieß es dann beim nächsten Stück "Barbara Song " von Kurt Weill aus der Dreigroschenoper. Aus dem Badewasser schlürfen wollten dann die Herren des Ensembles in "Badewasser" von John Schonberger. Kriegerisch ging es zu "In der Seeräuber Jenny" von Kurt Weill aus der Dreigroschenoper, in der die Protagonistin auf ein Schiff mit acht Segeln und 50 Kanonen wartete. Von kreischenden Groupies verfolgt wurde dann die Boygroup, die sich hinter die Kulissen flüchtete. Auf den Tangogeiger von Friedrich Holländer folgte der Chanson "Ach Jott, wat sin de Männer dumm"; von Walter Kollo. Mit "Libiamo" aus La Traviata von Giuseppe Verdi und einem musikalischen Abschiedsgruß wurde das Publikum in das neue Jahr entlassen. Die Besucher zeigten sich restlos begeistert und sparten nicht mit Beifall.