Stabwechsel in der Verbraucherzentrale Waldshut: Nach jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeit und 27 aktiven Jahren wurde Helga Dietenberger in den Ruhestand verabschiedet. Cornelia Tausch, Vorsitzende der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, würdigte ihre Verdienste und dankte für ihr jahrzehntelanges Engagement zum Wohle der Verbraucher. „Sie war Gesicht und Ansprechpartnerin der Beratungsstelle Waldshut“, sagte sie. Zugleich führte sie Birgit Orlin als Nachfolgerin in ihr Amt ein. Dann erinnerte Cornelia Tausch an die Anfänge.

Beratungsstelle seit 40 Jahre in Waldshut

Die Verbraucherzentrale gibt es seit 60 Jahre, die Beratungsstelle Waldshut seit 40 Jahren. Ursprünglich war die Stelle im Haus der Badenova in der Gartenstraße ansässig. 1992 wurde das neue Domizil in der Poststraße, am Eingang zum Parkhaus am Kornhausplatz bezogen. Helga Dietenberger war zunächst Vorstandsmitglied der damaligen Verbrauchergemeinschaft. „Zu der Zeit war alles noch sehr hausgemacht“, erinnert sie sich, „dann wurde es professioneller.“ So richtig spannend sei es geworden, als die Finanzgeschäfte ins Rollen kamen und diverse Anbieter, unter ihnen viele schwarze Schafe, ihre Geschäfte machen wollten, zu Lasten der Verbraucher“. Dietenberger: „Damals konnten wir viele Verbraucher davon abhalten, windige Verträge abzuschließen und ihr Geld zum Fenster rauszuschmeißen.“

Viele neue Themenfelder

Inzwischen stehen der Waldshuter Beratungsstelle professionelle Partner zur Seite, darunter Manuela Kienäcker-Täsch und Ulrich Cramm als Rechtsberater sowie Erika Höcker als Energieberaterin. „Vieles ist in der Zwischenzeit komplizierter geworden und viele Themenfelder sind dazugekommen“, bestätigte auch Cornelia Tausch. Als Beispiele nannte sie die Bereiche Telekommunikation, Renten und Altersversorgung, Bank- und Finanzgeschäfte. Anfangs stand bei den Beratungen das persönliche Gespräch im Vordergrund, heute kämen viele Anfragen per Telefon oder per E-Mail.

Gratulanten der Abschiedparty

Zu den Gratulanten zählten auch Oberbürgermeister Philipp Frank, Rita Mosel als Stellvertreterin des CDU-Kreisverbandes und Ingo Husemann vom Landratsamt. „Die Beratungsstelle ist eine wichtige Einrichtung für unsere Bürger“, so der Oberbürgermeister, „Stadt und Kreis beteiligen sich mit Zuschüssen und stellen die erforderlichen Rahmenbedingungen bereit“. Rita Mosel und Ingo Husemann erklärten: „Die Beratungsstelle genießt einen ausgezeichnete Ruf, die Menschen sind froh, hier eine neutrale und fachkundige Beratung zu erhalten.“