Sie tun alles, um den Tieren den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und ein gutes Zuhause für sie zu finden: Rund zehn Voll- und Teilzeitmitarbeiter kümmern sich um derzeit rund 70 Tiere im Tierheim Steinatal. Unterstützt werden sie von einer aktiven Gruppe Ehrenamtlicher. Mit mehr als 50 sind Katzen die mit Abstand größte Gruppe, gefolgt von Kaninchen und Hunden. Aber auch für Ziervögel, Degus, Schildkröten, weiße Mäuse, Ratten, Meerschweinchen und Echsen werden immer wieder neue Besitzer gesucht. Rund 200 Katzen, 30 bis 40 Hunde und etwa 60 Kleintiere werden jedes Jahr vermittelt.

Immer wieder finden auch weiße Mäuse im Tierheim Steinatal bis zu ihrer Vermittlung Unterschlupf.
Immer wieder finden auch weiße Mäuse im Tierheim Steinatal bis zu ihrer Vermittlung Unterschlupf. | Bild: Ursula Freudig

Wer das Tierheim in entspannter und geselliger Atmosphäre kennen lernen möchte, dem bietet sich am kommenden Sonntag eine gute Gelegenheit: Das Heim lädt zum Tag der offenen Tür mit Rahmenprogramm ein. Tiere werden an diesem Tag keine vermittelt, aber die Mitarbeiter werden für die Fragen der Besucher ein offenes Ohr haben. Auch Ehrenamtliche werden vor Ort sein, darunter sicher auch der ein oder andere „Gassigänger“, also Menschen, die mit den Tierheim-Hunden spazieren gehen.

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Nicole Schmidt aus Untermettingen ist eine von ihnen. Seit einigen Jahren kommt sie hierfür regelmäßig ins Tierheim Steinatal. „Ich mag Tiere allgemein sehr, das Laufen macht mir und den Hunden einfach Spaß, so 30 bis 60 Minuten dauert meine Runde meistens“, erzählt sie. Mit Katzen geben sich ebenfalls ein, zwei Ehrenamtliche regelmäßig ab. Vor allem mit den scheuen spielen sie, damit sie Zutrauen zu Menschen fassen. Gelegentlich engagieren sich auch Handwerker für das Tierheim. So ist das neue, längst voll belegte, Kleintierhaus auf dem Tierheim-Gelände, das Werk des Grießener Schreiners Thomas Tillig und einiger Kollegen von ihm.

Ehrenamtliche „Gassigängerin“: Nicole Schmidt aus Untermettingen macht es viel Freude, Tierheim-Hunde auszuführen, seit einigen Jahren kommt sie hierfür regelmäßig ins Tierheim.
Ehrenamtliche „Gassigängerin“: Nicole Schmidt aus Untermettingen macht es viel Freude, Tierheim-Hunde auszuführen, seit einigen Jahren kommt sie hierfür regelmäßig ins Tierheim. | Bild: Ursula Freudig (Archiv 2018)

Auch Zuhause sind Menschen für das Tierheim aktiv: Die selbst genähten Elefantenkissen, die am Tag der offenen Tür zugunsten des Tierheims verkauft werden, hat eine Tierfreundin spendiert. Die lustigen Katzenbilder an den Wänden sind ebenfalls käuflich erwerbbar. Gemalt hat sie die Tierheim- Mitarbeiterin Beatrice Tillig. Bei Verkäufen geht die Hälfte des Erlöses an das Tierheim. Beatrice Tillig ist auch noch anderweitig über ihre normale Arbeit hinaus für Tierheim-Tiere da. Mutterlose junge Katzen, die im Stundentakt Milch brauchen, versorgt sie über Nacht Zuhause. „Wenn ich mich dann wieder von den Kätzchen trennen muss, ist das schon schwer und es fließen oft ein paar Tränen“, erzählt sie.

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Was die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen verbindet, ist die Liebe zum Tier und der Wunsch, dass sie bald neue Zuhause finden und sie es dort gut haben. Dass die Tiere zu Menschen kommen, die sie mögen, die für sie sorgen und was sehr wichtig ist, ihnen Zeit lassen, sich einzuleben und Vertrauen zu fassen. Wie viel Freude Ex-Tierheim-Zöglinge ihren neuen Besitzern machen, zeigt auch immer wieder die Post, die das Tierheim bekommt. Kater Pablo etwa, anfangs scheu, ist heute laut einem Brief, ein aufgeweckter Goldschatz und schaut gern mit dem Freund seiner Besitzerin im Fernsehen Fußball.

Tag der offenen Tür im Tierheim Steinatal: Die Auszubildende zur Tierpflegerin Judith Bäumle (von links), Mitarbeiterin Maria Kaiser und Tierheimleiterin Anja Fuchs freuen sich auf die Besucher, die alle Tiere des Tierheims kennen lernen können.
Tag der offenen Tür im Tierheim Steinatal: Die Auszubildende zur Tierpflegerin Judith Bäumle (von links), Mitarbeiterin Maria Kaiser und Tierheimleiterin Anja Fuchs freuen sich auf die Besucher, die alle Tiere des Tierheims kennen lernen können. | Bild: Ursula Freudig