Waldshut-Tiengen Schulwettbewerb: Gewerbliche Schulen Waldshut möchten Unterstützung für ihre Schülerfirma Zwischenhoch (W22)

Startnummer W22: Die Schülerfirma Zwischenhoch bietet an den Gewerblichen Schulen in Waldshut einmal die Woche ein Mittagessen an. Gekocht wird es von Jugendlichen mit Behinderung, die dabei an den Arbeitsmarkt herangeführt werden sollen. Mit diesem Projekt bewirbt sich die Schule beim großen Schulwettbewerb von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER Medienhaus.

Waldshut – Es duftet nach frisch gekochtem Mittagessen im Erdgeschoss der Gewerblichen Schulen in Waldshut, dienstags um halb zwei. Im Eingangsbereich sitzen einige Schüler und löffeln einen Teller Suppe. Vor dem Raum der SMV hat sich eine kleine Schlange gebildet. Die Wartenden zücken bereits ihre Geldbeutel, doch Miriam Schock muss sie enttäuschen: "Es gibt leider keine Suppe und keinen Salat mehr. Wir sind ausverkauft. Nur noch Nachtisch kann ich anbieten. Nächste Woche wieder."

Die Lehrerin betreut die Schülerfirma Zwischenhoch an den Gewerblichen Schulen. Einmal in der Woche bereitet die Schülerfirma in der Küche im SMV-Raum ein Mittagessen zu und verkauft es. Zwischen zehn und 14 Schülern kochen regelmäßig mit. Dabei ist Zwischenhoch keine Schülerfirma, wie jede andere: "Es handelt sich um Jugendliche mit Behinderung, die in Helferstätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden sollen. In der Schülerfirma geht es um das Einüben von Arbeitstugenden, um das Kennenlernen eines möglicherweise zukünftigen Arbeitsgebiets, um das Einüben von lebenspraktischen Dingen sowie um gesunde Ernährung", heißt es im Bewerbungsschreiben zum Schulwettbewerb von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER.

"Sie lernen viel für ihr späteres Leben, auch für das Arbeitsleben", bestätigt Miriam Schock: "Die Schüler lernen beispielsweise dem Umgang mit Geld, indem sie die Kasse zählen und die Abrechnung selbst machen."

Ein besonderes Augenmerk lege sie auf den Aspekt der gesunden Ernährung. Bioprodukte vor allem aus der Region sollen zum Einsatz kommen. "Wir kochen in der Regel vegetarisch. Zwei- bis dreimal im Jahr machen wir aber eine Ausnahme für unseren Schulleiter", berichtet die Lehrerin.

Einmal in der Woche serviert die Schülerfirma ein Menü aus Gemüse, Eintopf, Salat und Nachtisch, dazu selbstgemachtes Brot, komplett zubereitet in der kleinen Küche im SMV-Raum. "Die ist alles andere als optimal", so Miriam Schock.

Mit einem möglichen Gewinn solle endlich eine Industriespülmaschine angeschafft werden. Außerdem hofft die Schülerfirma Zwischenhoch auf eine Getreidemühle, um das Brot mit selbstgemahlenem Mehl zu backen. Der Finanzbedarf dafür wird in der Bewerbung auf 4000 Euro geschätzt.

Die Schülerfirma

14 Jugendliche mit Behinderung bereiten jeden Dienstag ein Mittagessen im SMV-Raum der Gewerblichen Schulen in Waldshut zu. Sie profitieren dabei von den vielfältigen Lernfeldern. Die anderen Schüler der Schule profitieren als Kunden von einem gesunden und hochwertigen Mittagessen für wenig Geld.

Weitere Informationen im Internet:www.gs-wt.de

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