57 Absolventen der Berufsfachschule für Altenpflege an der Justus-von-Liebig-Schule in Waldshut haben es geschafft: Nach drei beziehungsweise einem Jahr Schul- und Ausbildungszeit halten sie ihre Abschlusszeugnisse als Altenpfleger, beziehungsweise Altenhelfer in den Händen. Der Jahrgangsbeste wurde dazu mit dem Bürgermeisterpreis ausgezeichnet und ging diesmal an einen Schüler aus einer Einrichtung in Wutöschingen.

"Der Beruf, in dem sie eine große Hürde genommen haben, ist ein wichtiger Beruf", wandte sich Schulleiter Thomas Gehr an die ehemaligen Schüler. "Wenn es niemanden gibt der pflegt, gäbe es keinen inneren Halt in der Gesellschaft. Dass sie soweit gekommen sind, verdanken Sie ihrem Mut; Glück und Intelligenz", so Gehr. Ihren Teil dazu beigetragen hätten auch Familie, Praxisanleiter und Lehrer. "Es gehört viel Herzblut dazu so eine Abschlussklasse zu begleiten", lobte der Schulleiter seine Kollegen.

Lobende Worte gab es auch von Rainer Hoferer, dem ehemaligen Sozialdezernenten. "Sie tragen einen wichtigen Teil dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen wissen, dass sie aufgehoben sind und eine menschenwürdige Pflege bekommen", erklärte Hoferer. Froh sei er auch über den Bürgermeisterpreis, der vor einigen Jahren ins Leben gerufen worden sei. Er sei eine wichtige Verbindung zwischen den Pflegeeinrichtungen und den Gemeinden.

"Wir brauchen Euch", bestätigte auch Georg Eble, Bürgermeister von Wutöschingen. "Ihr habt alle etwas gewagt und das Wagnis war von Erfolg gekrönt", fuhr Eble fort. „Wir freuen uns, dass viele diesen manchmal belastenden Beruf gewählt haben“, sagte Eble. „Wir sind im Großen und Ganzen ein tolles Team geworden“, fasste Klassensprecherin Stefanie Maier die letzten Jahre zusammen.

Die Schulband umrahmte den Abend musikalisch. Mit zwei lustigen Sketchen aus dem Pflegealltag „Sparmaßnahmen im Pflegeheim“ und „Pflegeheim Abendrot, bei uns kommen Sie auf Ihre Kosten“ und einem Abschlusslied „Examiniert für die Senioren“; verabschiedeten sich die Abschlussklassen. Einen Preis für sehr gute Leistungen mit einem Durchschnitt von besser als 1,5 bekamen Tobias Vogelbacher, der als Jahrgangsbester auch den Bürgermeisterpreis, dotiert mit 250 Euro bekam, Marlon Richter, Christina Tröndle, Nicole Jonus und Dzenita Hadzic.