Wer viel in der Welt herumgekommen ist, kann viel erzählen und wer begeistert und kreativ kocht, ebenfalls – nach diesem Motto hat Christa Stuber (66) zwei recht unterschiedliche Bücher geschrieben: „Mein Leben in Liberia“ und „Feine Küche vegan gekocht für alle Gäste“. Beide hat sie vergangenes Jahr geschrieben, beide sind bei Amazon als E-Book und Taschenbuch erschienen.

Christa Stuber wohnt mit ihrem Mann in Waldshut. Die Wirtschaftsingenieurin und ehemalige freie journalistische Mitarbeiterin des SÜDKURIER und Alb-Bote hat ihren Mann, ein Ingenieur, bei seinen weltweiten beruflichen Tätigkeiten begleitet. Von 1985 bis 1990 lebte sie mit ihm und den zwei kleinen Kindern in Liberia in Westafrika. Dort war ihr Mann für die Bong-Eisenerzmine mit verantwortlich.

Gerade noch vor dem Bürgerkrieg ausgereist

Im ersten Buchteil von „Mein Leben in Liberia“ erzählt Christa Stuber vom Leben ihrer Familie dort, den Menschen, Eindrücken, Erlebnissen und auch Reisen. Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf der politischen, von Unruhe geprägten Lage, die in einen Bürgerkrieg mündete. Gerade noch rechtzeitig hatte die Familie Stuber die Rückkehr nach Deutschland organisieren können. „Es lag mir schon lange am Herzen, alles, was wir dort erlebt haben, nieder zu schreiben“, sagt die Autorin.

Bei ihrem Kochbuch schöpft Christa Stuber aus ihren Erfahrungen als versierte, kreative Köchin, die es auch vegetarisch und vegan essenden Familienmitgliedern und Gästen recht machen will. Sie hat ihre große Rezeptsammlung durchforstet und präsentiert in ihrem Buch speziell regional verwurzelte vegane Gerichte.

Zweigleisige Gerichte für Fleischesser und Veganer

Dies einschließlich doppelgleisigen Hauptgerichten, die Veganern und Fleischessern gerecht werden. Den großen Teil der Gerichte des Buchs hat Christa Stuber selbst schon gekocht. Die eigene Familie war mit ihren Worten, das „Versuchskaninchen“. „Es schmeckt trotzdem“, war Hauptresultat der „Versuche“. Als besonders wohlschmeckend ist ihr ein veganer Mozzarella in Erinnerung. „Was ich aber nie machen würde, ist eine vegane Schwarzwälder Kirschtorte“, gesteht sie.

Ambitionierte Pläne

Auch für dieses Jahr hat Christa Stuber große schriftstellerische Ambitionen. Wenn alles nach Plan läuft, erscheinen drei weitere Bücher: Ein zweites veganes Kochbuch, dieses Mal unter dem Motto „einfach, gut und günstig“. Zudem das Buch „Senioren, fit wie ein Turnschuh“, das einstigen „68ern“ und „Blumenkindern“ –sie selbst zählt auch dazu- gewidmet ist. Das dritte wird wieder ein Reisebuch. Es erzählt über die Zeit der Stubers in Indonesien von 1994 bis 2000. In den Jahren dort hat Christa Stuber auch die Freude am Schreiben entdeckt.

Sie war Mitglied des Vereins deutsch-sprachiger Frauen, der ein deutsch-sprachiges Magazin herausgab. Der Stoff für weitere Reisebücher geht Christa Stuber nicht aus. An der Seite ihres Mannes lebte sie auch eine Zeitlang in Vietnam, Sri Lanka und Malaysia, auch darüber will sie schreiben. Und der Krimi, der in ihrer Schublade schlummert, soll auch erscheinen.