Seit Mai wurde gebaggert, wurden Verteiler aufgestellt und 16 Kilometer Glasfaser verlegt – nun sind die Bauarbeiten fast abgeschlossen. Ab 5. Dezember können sich Internetnutzer in Tiengen, Gurtweil, Krenkingen und Breitenfeld über eine schnellere Verbindung freuen. Dann ist es möglich, die neuen Anschlüsse mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde zu buchen.

Möglich macht das der Glasfaser-Ausbau der Telekom, doch auch Kunden anderer Anbieter können von den höheren Geschwindigkeiten profitieren. Oberbürgermeister Philipp Frank hat sich gemeinsam mit Bürgermeister Martin Gruner, Gerhard Albicker, IT-Experte der Stadt, und Vertretern der Telekom nun ein Bild von den Fortschritten gemacht. "Die Deutsche Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur unsere Stadt, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf", sagte der Oberbürgermeister.

Bei der Besichtigung von einem der 14 neuen Verteiler-Kasten interessierten ihn auch Sicherheitsfragen. Christopher Beussel, Regio-Manager der Telekom, versicherte: "Die Kasten sind nur mit einem Transponder zu öffnen und alarmgesichert. Das fällt auf, wenn sich jemand daran zu schaffen macht."

Der Ausbau versorgt Anschlüsse in Tiengen, Gurtweil, Breitenfeld und Krenkingen. Auch in Lauchringen sollen die Arbeiten Anfang Dezember abgeschlossen sein, nachdem erste Kunden bereits seit September mit der neuen Geschwindigkeit unterwegs sind. "Die Ausbauplanung für 2017 steht noch nicht fest", erklärte Christopher Beussel. In welchem Telefonvorwahl-Bereich der Ausbau weitergehen könnte, kann er daher noch nicht sagen.

Die Telekom arbeite jedoch stetig daran, das Glasfaser-Netz weiter zu verbreiten. "Bedarf gibt es immer", sagte Beussel. Auch die Nachfrage der Kunden, die zum schnelleren Surfen einen neuen Vertrag brauchen, sei positiv. "Ein schneller Internet-Anschluss gehört heute zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen an die Politik gestellt werden", betonte auch Oberbürgermeister Frank.

Laut Beussel könne der Ausbau für jeden Anschluss im Gebiet eine wesentliche Verbesserung darstellen, wenn der Kunde ein entsprechendes Paket bucht. Bislang seien die Geschwindigkeiten meist in einem Bereich von 0 bis 16 Megabit pro Sekunde. Bemerkbar mache sich der Unterschied vor allem beim Herunterladen von größeren Datenmengen.

Die Technik

Beim Ausbau wird zwischen Vermittlungsstelle und Verteiler das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. In dem Verteilerkasten wird das Lichtsignal von der Glasfaser dann in ein elektrisches Signal umgewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Kunden übertragen. Mit Vectoring-Technik wird elektromagnetische Störung beseitigt, dadurch wird die Kupferleitung schneller. Auch Kunden anderer Anbieter können die Technik nutzen, wenn der Anbieter bei der Telekom entsprechende Geschwindigkeiten einkauft.

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