Der provisorische Fußweg zwischen dem Brahmsweg und der Haydnstraße im sogenannten Musikerviertel in Waldshut wird zurückgebaut. Dies hat der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats Waldshut-Tiengen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Der an einem Hang gelegene Verbindungspfad dient Fußgängern als Abkürzung zwischen dem Brahmsweg und der Haydnstraße, ist laut Bürgermeister Joachim Baumert aber nicht mehr verkehrssicher. Ohne den Durchgang entsteht ein Umweg von etwa 145 Metern. Ein Anwohner habe das Tiefbauamt aufgefordert, die Verkehrssicherheit wieder herzustellen, wie dessen stellvertretender Leiter, Thomas Kuhn, im Gemeinderat sagte.

Daraufhin musste der Fußweg vom Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband begutachtet werden. Dieser kam zu der Einschätzung, dass der Pfad entweder gesperrt und zurückgebaut werden oder durch eine ausreichend dimensionierte Treppe ersetzt werden muss. Einen Ausbau für geschätzte 25.000 Euro lehnte das Gremium mehrheitlich bei einer Enthaltung ab. Stattdessen sprachen sich die Stadträte für einen Rückbau des Wegs und des Geländers aus. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 2000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Freie-Wähler-Stadträtin Adelheid Kummle merkte an, dass Schüler der in der Nähe gelegenen Theodor-Heuss-Schule auch nach dem Rückbau die Abkürzung über den Hang nehmen könnten. Sie schlug vor, ein Schild mit dem Hinweis „Durchgang verboten“ aufzustellen. Thomas Kuhn sagte, dass die Stadt in diesem Fall mit Schadenersatzforderungen bei möglichen Unfällen trotzdem konfrontiert werden könnte. „Das Paradoxe ist: Sobald wir ein Schild aufstellen, wären wir haftbar“, so der stellvertretende Tiefbauamtsleiter.

Die seit langem geforderte Verlängerung des Gehwegs in der Indlekofener Straße im Waldshut-Tiengener Ortsteil Gurtweil wird gebaut. Der Bau- und Umweltausschuss sprach sich einstimmig für deren Realisierung aus und erfüllt damit schließlich den Wunsch vieler Anwohner, die über mangelnde Verkehrssicherheit in diesem Bereich klagen. Im Mai 2014 hatten die damaligen Mitglieder des Gemeinderats einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion noch abgelehnt. Damals wollten sie kein Geld bereitstellen, um das auf rund 40 Meter Länge fehlende Gehwegstück der Indlekofener Straße zwischen Gurtweil und Bürgeln zu bauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Letztmals fasste der Gemeinderat im März 2018 einen Beschluss zur Planung und Umsetzung des Gehwegabschnitts. Daraufhin hat das Tiefbauamt eine Detailplanung und eine Kostenberechnung erstellt. Thomas Kuhn, stellvertretender Tiefbauamtsleiter, präsentierte das Ergebnis nun im Bau- und Umweltausschuss. Die Pläne sehen den Bau eines etwa 40 Meter langen Gehwegs und eine Stützmauer vor. „Das wird eine technisch aufwendige Geschichte“, sagte Bürgermeister Joachim Baumert.

Die Kosten bezifferte Thomas Kuhn auf rund 130.000 Euro, von denen die Stadt Waldshut-Tiengen die Hälfte übernimmt. Vorgesehen ist, dass für die andere Hälfte die Gemeinde Weilheim aufkommt, an deren Gemarkungsgrenze der Gehweg stößt.