Ihre erste Hauptversammlung seit der Gründung im vergangenen Jahr hielt die Gemeinschaft zum Erhalt der Peter-Thumb-Kirche in Tiengen im katholischen Pfarrsaal in Tiengen ab. Nahezu ein Drittel der inzwischen rund 150 Mitglieder konnte Vorsitzender Pfarrer Ulrich Sickinger willkommen heißen. Sickinger informierte die Anwesenden zunächst über die wichtigsten Aktivitäten, die seit der Vereinsgründung im vergangenen Jahr stattgefunden hatten. So gab es unter anderem sieben Vorstandssitzungen sowie eine Besprechung über Möglichkeiten des Fundraising mit einem Vertreter des Erzbischöflichen Ordinariats. Sehr positiv sei ein Gespräch mit der Aktionsgemeinschaft Tiengen verlaufen, in dem die Unterstützung der Aktivitäten des Fördervereins durch die Aktionsgemeinschaft zugesichert wurde, freute sich Sickinger.

Architekt Axel Völkle gab einen Überblick über die Phase I der geplanten Renovierungsarbeiten und machte deutlich, dass diese Phase der Außenrenovierung aus finanziellen Gründen in zwei Etappen aufgeteilt werden musste. Die Etappe I umfasse die Innen- und Außensanierung des Turmes als vordringlichste Maßnahmen und belaufe sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Der Baubeginn für diese Etappe I sei für das erste Quartal 2019 vorgesehen. Die Etappe II betreffe die Außensanierung des Kirchenschiffes und sei zeitlich noch nicht konkret planbar. Für die Etappe I seien alle Genehmigungen erteilt und man erwarte noch in der ersten Jahreshälfte auch die endgültige Bewilligung des Erzbischöflichen Ordinariats.

Zur Finanzierung dieser ersten Etappe müsse die Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt nach Abzug aller Zuschüsse und Kredite noch ungefähr 140 000 Euro aufbringen. Knapp 40 000 Euro seien bis jetzt zusammengekommen. Nicht nur durch die Mitgliedsbeiträge des Vereins, sondern durch besondere Spendenaktionen, durch die Unterstützung kirchlicher Gruppierungen und sonstiger Vereine sowie durch Sponsoren sei es möglich, die Eigenmittel zusammen zu bekommen, so Werner Dörflinger, stellvertretender Vorsitzender in seinen Ausführungen. Dörflinger machte deutlich, dass es wichtig sei, eine emotionale Brücke zum Sanierungskonzept der Kirche zu bauen, da das Bauwerk nicht nur ein außergewöhnlicher barocker Kirchenbau sei, sondern zugleich als wertvolles Wahrzeichen und Konzerthaus der Stadt über die Kirchengrenzen hinaus große Bedeutung habe. Ulrich Sickinger appellierte zum Abschluss, weiterhin intensiv Mitgliederwerbung für den Verein zu betreiben.

Nahezu ein Drittel der Mitglieder der Gemeinschaft zum Erhalt der Peter-Thumb-Kirche in Tiengen hatte sich zur ersten Hauptversammlung eingefunden, erste Reihe (von links): Eberhard Völkle (Schriftführer), Werner Dörflinger (stellvertretender Vorsitzender), Pfarrer Ulrich Sickinger (Vorsitzender) und Architekt Axel Völkle. Bild: Herbert Schnäbele
Nahezu ein Drittel der Mitglieder der Gemeinschaft zum Erhalt der Peter-Thumb-Kirche in Tiengen hatte sich zur ersten Hauptversammlung eingefunden, erste Reihe (von links): Eberhard Völkle (Schriftführer), Werner Dörflinger (stellvertretender Vorsitzender), Pfarrer Ulrich Sickinger (Vorsitzender) und Architekt Axel Völkle. Bild: Herbert Schnäbele

Der Verein

Die Gemeinschaft zum Erhalt der Peter-Thumb-Kirche in Tiengen wurde am 6. April 2017 mit rund 40 interessierten Mitgliedern gegründet. Inzwischen ist die Mitgliederzahl auf 151 angewachsen. Der jährliche Vereinsbeitrag beträgt mindestens 60 Euro. Weitere Mitglieder werden dringend benötigt. Weitere Auskünfte gibt es beim Pfarrbüro Tiengen, Telefon 07741/20 39, per E-Mail (tiengen@st-verena oder) auf der neuen Homepage des Vereins (www.kirche-tiengen.de).

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