Der Sitzungssaal im Waldshuter Rathauses erstrahlt nach Renovierungsarbeiten in neuem Glanz. In dem bereits seit Langem renovierungsbedürftigen Raum war nach einem Schmorbrand unter der mit Spanplatten aus den 1960er Jahren verkleideten Decke im Mai vergangenen Jahres die komplette elektrische Anlage lahmgelegt worden. Dadurch war eine weitere Nutzung des Sitzungssaales unmöglich geworden.

Der Gemeinderat beschloss die Sanierung des Sitzungssaales, deren Kosten Lorenz Wehrle, Leiter des Hochbauamts der Stadt Waldshut-Tiengen, mit 120.000 Euro bezifferte.

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Im August des vergangenen Jahres wurde mit der Entkernung des Sitzungssaales begonnen. Deckenverkleidung und die Wandvertäfelung, die Lorenz Wehrle scherzhaft als „Erich-Honecker-Gedächtniswand“ bezeichnete, wurden entfernt, ebenso wie die marode Stromverkabelung. Im Oktober konnte dann mit den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten begonnen werden.

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Neue Stromleitungen wurden verlegt, die Wände weiß verkleidet und die Decke mit Schalldämmplatten versehen. Natürlich wurde der Raum im Zuge dieser Arbeiten auch brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. In die neue Decke sind Strahler integriert, deren Helligkeit je nach Bedarf über Dimmer geregelt werden kann.

Der neue Sitzungssaal im Waldshuter Rathaus: hell und von schnörkelloser Eleganz.
Der neue Sitzungssaal im Waldshuter Rathaus: hell und von schnörkelloser Eleganz. | Bild: Claus Bingold

Komplett neu sind Thermostate an den Heizkörpern sowie die Belüftungs- und Klimaanlagen, die künftig auch an heißen Tagen für ein angenehmes Raumklima sorgen werden. Um den Raum auch tagsüber abdunkeln zu können wurden vor den Fenster Jalousien installiert.

Integrierter Flachbildschirm

Für Vorträge und Ähnliches wurde auf einen Beamer verzichtet. Stattdessen ist an der Stirnseite des Sitzungssaales ein groß dimensionierter Flachbildfernseher integriert, über den Präsentationen übertragen werden können. Wenn der Bildschirm nicht benötigt wird, kann er mit verblendet werden. Dann prangt das Logo der Großen Kreisstadt an der Wand. An Mobiliar stehen zwölf Tische und 35 Stühle zur Verfügung.

Damit der Saal künftig auch für Ausstellungen genutzt werden kann, wurden an den Wänden Schienen angebracht, an denen Bilder aufgehängt werden können.

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Wie Architektin Vanessa Rombach vom gleichnamigen Architekturbüro verlauten ließ, kann der Kostenrahmen von 120.000 Euro trotz noch einiger ausstehenden Rechnungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingehalten werden.