„Wir haben seit Jahren stabile Schülerzahlen und einige ehemalige Schüler melden ihre Kinder bei uns an, das freut uns sehr“, erklärte der Rektor der Realschule Tiengen, Matthias Bratzel, angesichts des neuen Schuljahrs. Für die diesjährige fünfte Klasse gebe es 131 Neuanmeldungen. Das Kollegium werde in diesem Schuljahr ergänzt durch Alexandra Lüber, Silvia Beil, die aus dem Mutterschutz zurückkomme, und Dorothea Runge, die im November ebenfalls aus dem Mutterschutz komme. Dazu kämen Julia Metzler und Anna Lisa Becker, die ihre Referendariat an der Realschule absolviert hätten und an die Schule zurückgekehrt seien. „Das freut uns ganz besonders, denen hat es bei uns so gut gefallen, dass sie sich bei uns beworben haben“, so Bratzel.

Insgesamt seien sie 49 Lehrer. „Im November kann man von einer Versorgung sprechen, die den Anforderungen entspricht“, erklärte der Schulleiter. Insgesamt habe es diesmal aber das erste Mal zu wenig Bewerber gegeben und nicht alle ausgeschriebenen Stellen konnten besetzt werden. „Das ist aber typisch für den Landkreis Waldshut. Wir Schulleiter haben uns deshalb zu einer Allianz zusammengeschlossen damit die Lehrerversorgung besser wird.“

Über stabile Schülerzahlen freut sich der Rektor der Realschule Tiengen, Matthias Bratzel.
Über stabile Schülerzahlen freut sich der Rektor der Realschule Tiengen, Matthias Bratzel. | Bild: Susanne Schleinzer-Bilal

Zahlreiche Neuerungen gebe es in diesem Schuljahr. Neben einer umfangreichen Sanierung des Brandschutzes, Erneuerung der Verkabelung und der Toilettenanlagen, die jetzt wieder auf dem neuesten Stand seien, gebe es auch einen neuen Techniktrakt. Dazu engagierten sich die Lehrer für die Ausstattung der Schule mit Tablets.

Neue Projekte

Einer der Lehrkräfte, Philipp Ebel, habe dafür einen Förderantrag bei der Badischen Beamtenbank gestellt. Diese habe daraufhin 6000 Euro gespendet. Der Restanteil werde durch den Förderverein und einen Sponsorenlauf abgedeckt. Ziel sei die komplette Schule mit Tablets zu versorgen. „Wir haben einen sehr aktiven Förderverein unter Vorsitz von Thomas Luchinger, der letztes Jahr viel bewegt hat.

Ohne den Förderverein hätten viele Projekte nicht umgesetzt werden können, „erklärte der Direktor. Weiter werde dieses Jahr das Projekt „gut arbeiten, zusammen leben“, das im letzten Schuljahr von Klasse fünf bis sieben angeboten worden war auf die Klasse acht erweitert. „Wir erproben Dinge erst, führen sie in Klasse fünf ein und dann nach oben“, so Bratzel. Ein neues Projekt werde dieses Schuljahr in Kooperation mit den Grundschulen angegangen. Schüler würden zu Energieexperten qualifiziert und präsentieren den Grundschulkindern das Ergebnis oder führten Experimente durch. Das Konzept dabei sei „Lernen durch Lehren“, erklärte Bratzel.