Viele Spaziergänger kennen das Wegkreuz an der alten Waldshuter Straße in Aispel. Jetzt strahlt es wieder im alten Glanz. Werner Huber (81), Zimmermeister aus Aispel, und Paul Maier (75), Malermeister aus Wutöschingen, haben es im August in zweieinhalbwöchiger, ehrenamtlicher Arbeit renoviert.

Werner Huber, der das Wegkreuz von 1882 schon seit einigen Jahren pflegt, und seine Frau Helga trafen während einer Messe in Villingen-Schwennigen auf das Ehepaar Paul und Elfriede Maier. Die Männer spielten früher bei St. Florian mit, da wurden Erinnerungen wach an manchen Schabernack und gemeinsame Musikerreisen. "Wir haben dann gefragt, was der andere in der Freizeit so macht", erzählt Paul Maier bei seinem Besuch in der Redaktion. "Unser Fazit: Für Rentner gibt keine Freizeit", erklärt der Malermeister, der mit dem Rad von Wutöschingen nach Waldshut gefahren ist. "Wir beide beschäftigen uns mit Dingen, die uns selber und auch vielen anderen Freude bereiten." Das Ehepaar Huber erzählte den Freunden, dass es seit 17 Jahren ein Wegkreuz pflege und unterhalte. Leider sei das Kreuz in die Jahre gekommen und hätte eine Renovation nötig.

Für die Handwerker Werner Huber und Paul Maier war die Arbeit auf dem Gerüst an dem 3,5 Meter hohen Wegkreuz kein Problem.
Für die Handwerker Werner Huber und Paul Maier war die Arbeit auf dem Gerüst an dem 3,5 Meter hohen Wegkreuz kein Problem. | Bild: Helga Huber

Die beiden Handwerker nahmen das Projekt im August gemeinsam in Angriff. Werner und Helga Huber übernahmen den Gerüstbau an dem 3,50 Meter hohen Kreuz. Paul Maier führte Regie bei der Reinigung des Steinkreuzes und kümmerte sich um die Festigung der Oberfläche, mischte Ausgleichslasuren und brachte sie an und sorgte für die Neubeschriftung der eingemeißelten Initialen. Der Corpus des Jesus wurde abmontiert. In Paul Maiers Werkstatt wurde er nach entsprechender Untergrundbehandlung vergoldet und wieder am Kreuz angebracht. Die Kosten dafür in Höhe von 300 Euro übernahmen wie bisher Werner und Helga Huber.

Dass Werner Huber und Paul Maier so gut gelaunt ans Werk gingen, lag mit an der guten Küche von Helga Huber, erzählt der Malermeister. "So haben wir die tägliche Arbeit mit Genuss vollbracht. Es ist so: zwei Rentner, zwei Handwerker, zwei Musiker und zwei Frauen, die immer hinter ihnen stehen – denen wird es nicht langweilig."

Werner Huber und Paul Maier vergoldeten den Jesus am Wegkreuz neu.
Werner Huber und Paul Maier vergoldeten den Jesus am Wegkreuz neu. | Bild: Helga Huber

Das Wegkreuz

Das Wegkreuz an der alten Waldshuter Straße in Aispel wurde 1882 von Josef Brunner aus Bannholz gestiftet mit der Widmung "Schmerzhafte Mutter Gottes Maria bitt für uns". Werner und Helga Huber aus Aispel pflegen es seit 17 Jahren. Jetzt wurde es mit Hilfe von Paul Maier aus Wutöschingen renoviert.