Zum fünften Mal startet am Montag, 11. November, der „Azubi-Award“ in den Kaufmännischen Schulen in Waldshut. „Der Beruf im Einzelhandel birgt mehr Möglichkeiten, als es auf dem ersten Blick erscheinen mag“, erklärt Studienrätin Andrea Thoß-Rauer, die gemeinsam mit ihrer Kollegin, Studienrätin Eva Bayer und Studiendirektor a. D. Rolf Eichhorn, den Azubi-Award federführend organisiert. „Es geht primär um die Aufwertung dieses Berufes, der nur wenig Anklang bei den jungen Leuten findet“, erklärt Thoß-Rauer.

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Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Martin Kistler. Organisiert wird der Wettbewerb vom Förderverein der Kaufmännischen Schule Waldshut, unterstützt vom Werbe- und Förderkreis Waldshut sowie der Aktionsgemeinschaft Tiengen und der IHK Schopfheim. Im Rahmen des Wettbewerbs stehen den neun Teilnehmern neun Testkäufer gegenüber. Bei den Testkäufern handelt es sich um erfahrene Geschäftsleute aus Waldshut und Tiengen sowie aus vier Lehrern der Kaufmännischen Schulen. „Es geht darum, Euch so gut wie möglich zu verkaufen“, erklärt Rolf Eichhorn für die Auszubildenden.

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Insgesamt sieben Minuten hat jeder Teilnehmer Zeit, die Jury von seinen Verkaufsqualitäten zu überzeugen. Bewertet wird die Eröffnung des Verkaufsgesprächs zwischen einem Teilnehmer und seinem Testkunden. Dabei spielt der Blickkontakt eine Rolle oder wie der Verkäufer mit Stress umgeht. Weiter geht es mit der Warenpräsentation. „Denn darin zeigt sich die Sicherheit in der Warenkunde“, erklärt Eichhorn weiter. Das heißt, der Kunde soll in eine Kaufstimmung gebracht werden. Dazu müssen im Gespräch auch alle Sinne angesprochen werden.

Die Kenntnisse über rechtliche und betriebliche Regelungen werden ebenfalls abgefragt. „Darin muss der Auszubildende unter Beweis stellen, wie sehr er die rechtliche Seite sowohl für das Geschäft, als auch für den Käufer kennt“, erklärt der frühere Studiendirektor der Kaufmännischen Schulen. Auch der Gesamteindruck wird bewertet und wie der Auszubildende dem Kunden gegenüber auftritt. Maximal zehn Punkte können die Teilnehmer von der Jury erhalten. Für das Gespräch haben die Auszubildenden, die aus den unterschiedlichsten Sparten des Einzelhandels kommen, die Ware dabei.

Nach der Auswertung kommen die besten drei Teilnehmer weiter. Ein Reklamationsgespräch, das durch einen weiteren Kunden „gestört“ wird, entscheidet dann schließlich, wer als Sieger aus dem Wettbewerb geht. Landrat Martin Kistler übergibt den Siegerpokal, der von der IHK Hochrhein-Bodensee gestiftet wird. Außerdem gibt es ein Preisgeld zu gewinnen.