Waldshut Nach Raubüberfall auf Postbank-Filiale in Waldshut: Prozess gegen 57-Jährigen beginnt

Mit einem Sondereinsatzkommando in der Postbank und einem angeschossenen Täter endete im April der Überfall auf eine Bank-Filiale in der Waldshuter Innenstadt. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen den 57-Jährigen Angeklagten, dem schwerer Raub und erpresserischer Menschenraub vorgeworfen werden.

Eine in Teilen abgeriegelte Innenstadt, ein Sondereinsatzkommando in der Postbank, Schüsse auf den Täter: Der bewaffnete Raubüberfall auf die Postbank-Filiale in der Waldshuter Innenstadt hat im April für heftige Aufregung gesorgt.

Am Donnerstag beginnt im Landgericht der Prozess gegen den 57-jährigen Angeklagten. Schweren Raub und erpresserischen Menschenraub wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann aus der Kreisstadt vor, der seit der Tat in Untersuchungshaft sitzt.

Am Freitag, 21. April, gegen 12 Uhr, hatte der Mann kurz vor der Mittagspause den Schalterraum der Postbankfiliale im Wallgraben betreten.

Zwei Bankangestellte bedrohte der Mann laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft mit einer echt wirkenden Waffe, die sich später als Schreckschusspistole herausstellte. Der Täter soll Bargeld gefordert haben und habe zudem eine echt aussehende Handgranaten-Attrappe ausgepackt.

Finanzielle Schwierigkeiten als Tatmotiv? 

Eine Angestellte soll ihm aus Angst 20.000 Euro ausgezahlt haben. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Mann durch den Hinterausgang fliehen, sah sich dort aber Polizisten gegenüber. Der Täter habe daraufhin die Waffe auf die Beamten gerichtet. Diese schossen auf ihn, "der Angeklagte soll von drei Schüssen getroffen worden sein", so die Staatsanwaltschaft.

Der Schütze flüchtete zurück in den Schalterraum, Spezialkräfte nahmen ihn gegen 14 Uhr fest. Er leistete keinen Widerstand und wurde ins Waldshuter Krankenhaus gefahren. Angrenzende Gebäude wurden evakuiert, teilweise mussten Menschen auch hinter Absperrungen ausharren, bis der Täter festgenommen war.

Als Tatmotiv kommen laut der Pressemitteilung des Landgerichts finanzielle Schwierigkeiten in Frage, die der Angeklagte seit Sommer 2016 gehabt haben soll. Mit dem Überfall habe er sich Geld beschaffen wollen.

Vorläufig hat die Große Strafkammer des Landgerichts fünf öffentliche Verhandlungstage angesetzt. Am 12., 20., 23., 24. und 25. Oktober wird jeweils ab 9 Uhr im Saal 20 des Landgerichtsgebäudes verhandelt. Befragt werden mehrere Zeugen und zwei Sachverständige.

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