Vor 20 Jahren ist Ulrich C. Eipper gestorben. Dies nimmt der Verein Freunde Schloss Tiengen zum Anlass und widmet dem über die Region hinaus bekannten Künstler eine Ausstellung. Thematischer Schwerpunkt der Schau sind Eippers mythologische und religiöse Werke. Es werden großformatige Ölgemälde wie auch Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen in den Schwarzenbergsälen im Schloss Tiengen zu sehen sein, teilt der Verein mit.

Der 1929 in Herrenberg geborene Künstler machte zunächst eine Ausbildung als Volksschullehrer am Seminar Künzelsau und an der Pädagogischen Hochschule Stuttgart. Dabei widmete sich der begeisterte Cellist insbesondere der Musik. Ab dem Jahr 1956 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Malerei bei Professor Manfred Henninger. Während seines späteren Schaffens als Lehrer unter anderem an der Hans-Thoma-Schule in Tiengen und der Fachschule für Sozialpädagogik in Waldshut versuchte er die beiden Disziplinen Musik und Kunst immer wieder miteinander zu verbinden. Als Pädagoge entwickelte er durch die Verknüpfung von Malerei und Pädagogik die Theorie eines „musischen Gesamtunterrichts“. Eipper verstarb im Alter von 67 Jahren am 7. Dezember 1996 in Waldshut.

„Ich sehe meine Arbeit als Handwerker in Farbe und Form und als nüchterner Denker im visuellen Bereich. Meine Kompositionen bewegen sich durchweg in klassischen Modellen und deren Variationsmöglichkeiten. Zumeist wird dabei ein formgebundenes Thema aus der Gegenständlichkeit aufgegriffen und fugiert: also Umkehrung, Engführung, ähnlich der Fugierung in der Musik", schrieb der Künstler 1982.


Die Ausstellung Ulrich C. Eipper – Gott und Götter läuft von 3. bis 18. September in den Schwarzenbergsälen im Schloss Tiengen. Geöffnet ist Mittwoch bis Sonntag 15 bis 18 Uhr. Vernissage ist am Samstag, 3. September, 17 Uhr. Es spricht Zara Tiefert-Reckermann. Die Finissage ist am Sonntag, 18. September, 17 Uhr. Dazu gibt es ein Konzert mit dem Cellisten Martin Jantzen mit Werken von Bach, Ligeti und Penderecki. Der Eintritt ist frei.