Mit viel alemannischem Humor spielten und sangen die „Wilden Wälder“ in Eschbach und rissen das Publikum mit. Die Hochschwarzwälder Vierer-Formation, bestehend aus Georg Stelz, Christoph Hog, Tobias Schwab und Karl Willmann brachte mit ihrem Musikkabarett „Bruddals Gmiäs“ das gesamte Gemeindehaus zum Kochen. Besonders ihre experimentelle Operette in „Fes-Moll“ – nach eigener Einschätzung fast schon eine Oper – sorgte schon mit der ersten Arie „Allein im Wald“ für mehrere Lachkrämpfe unter den rund 130 Zuschauern.

Aber auch andere Themen aus dem Wälder-Alltag kamen zur Sprache, so zum Beispiel eine High-Tech-Waschmaschine, die sich im Haushalt eines Junggesellen nach dem Sinn des Lebens fragt. Zu den spaßfördernden Höhepunkten zählten auch die immer wieder zwischendurch angesungenen Zug-Ansagen der Stationen der Höllentalbahn von Titisee bis Freiburg auf Elvis-Melodien. Die Erinnerungen an den Hosenkauf mit der Mutter in Freiburg, bei dem, zumindest aus der Sicht eines 13-Jährigen so ziemlich alles schiefgeht, wechselten sich mit fast schon philosophischen Gedanken ab, so zum Beispiel in dem humorvoll-gefühlvollen aber auch tiefsinnigen Lied „Mer kann itt nu, mer muen au mol“.

Die „Wilden Wälder“ singen mehrstimmig, mit Gitarren, Percussion – in Form einer Chips-Packung – mit Glockenspiel und Melodika über ihr Leben und ihr Leid im Hochschwarzwald, über Schräges und Schrullen seiner eigentümlichen Bewohner – und das stets auf Alemannisch und mit viel Humor. Die Besucher klatschen im Gemeindehaus Eschbach eifrig mit und die vielen Lacher zeugten davon, dass der Hochschwarzwälder Humor der „Wälder“ auch im Süden gut ankommt, wohin sie der Förderverein SV Eschbach eingeladen hatte.