Zwei junge Erwachsene aus dem Landkreis Waldshut haben den Bundeswettbewerb von Jugend Forscht im Bereich Technik gewonnen. Felix Sewing aus Waldshut und Alex Korocencev aus Dogern (beide 18 und Abiturienten am Hochrhein-Gymnasium Waldshut) konnten sich beim Finale vergangene Woche in Chemnitz gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen.

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Ihr Projekt: Eine neuartige Magnetschwebevorrichtung, die mittels vier rotierender Magnetscheiben ein eigenes starkes Magnetfeld erzeugt und sich so aus eigener Kraft von einer Metalloberfläche abstoßen kann. Das Besondere: Im Gegensatz zu bestehender Magnetschwebetechnik kommt der Prototyp der Beiden ganz ohne Spulen in der Lauffläche aus. Mittlerweile konnten sie die Technik sogar zum Patent anmelden.

Video: privat

Bei der Präsentation des Projekts überzeugten Sewing und Korocencev die Jury durch ihr wissenschaftlich ausgeprägtes Vorgehen und ihr Detailwissen. Schon beim Entwurf des „Hoverboards“ wendeten sie analytische, numerische wie auch experimentelle Methoden an. Das Ergebnis: Ein voll funktionsfähiger, innovativer Prototyp.

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„Das schwierigste war, das Projekt in der vorgegebenen Zeit von nur fünf Minuten zu präsentieren“, sagt Korocencev. Tagelang haben sie gegrübelt, wie sie ihre Präsentation gestalten sollten. Am Ende hat sich der Aufwand gelohnt: Neben einer zielführenden Methodik zeigte sich die Jury besonders vom hohen Maß an Professionalität und Forschergeist der beiden beeindruckt.

Felix Sewing (rechts) und Alex Korocencev mit ihrem Lehrer und Betreuer Dirk Barthel (links) bei der Preisverleihung in Chemnitz.
Felix Sewing (rechts) und Alex Korocencev mit ihrem Lehrer und Betreuer Dirk Barthel (links) bei der Preisverleihung in Chemnitz. | Bild: Privat

„Wir sind ziemlich glücklich und sehr zufrieden, dass sich die investierte Zeit ausgezahlt hat“, sagt Felix Sewing. Seit mehr als zwei Jahren opfern sie einen guten Teil ihrer Freizeit für das Projekt. Besonders dankbar sind sie ihrem Lehrer und Betreuer Dirk Barthel, der sie bei dem Projekt unterstützt hat. Das Preisgeld von 2500 Euro wollen die beiden Abiturienten direkt wieder in Verbesserungen und Optimierungen investieren, denn der nächste, diesmal internationale Wettbewerb steht bereits an: Als Sonderpreis wurden die beiden Waldshuter im September zum European Union Contest for Young Scientists der Europäischen Kommission eingeladen.

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Auch weitere Erfindungen aus der Region sind preisgekrönt

Immer wieder sind Schüler aus dem Kreisgebiet bei Jugend Forscht erfolgreich.

  • 2003 gewann Ralf Basler von den Gewerblichen Schulen Waldshut-Tiengen den Bundeswettbewerb mit einem Messpointer für die Motorsäge im Bereich Arbeitswelt.
  • 2015 erreichten Sophie Weiler, Timo Morath und Michael Böhler von den Gewerblichen Schulen mit ihrem E-Buggy, einem Kinderwagen mit Elektroantrieb, den dritten Platz beim Bundeswettbewerb im Bereich Arbeitswelt.
Dritter Platz Bundeswettbewerb: Timo Morath, Michael Böhler und Sophie Weiler (von links) vom Technischen Gymnasium mit ihrem E-Buggy (2015).
Dritter Platz Bundeswettbewerb: Timo Morath, Michael Böhler und Sophie Weiler (von links) vom Technischen Gymnasium mit ihrem E-Buggy (2015). | Bild: privat
  • 2016 wurden Björn Winkler und Lukas Danneberger (Gewerbliche Schulen) mit der Entwicklung eines halbautomatischen Ausdruckautomaten für Schaumstoffe Regionalsieger.
Erster Platz im Regionalwettbewerb: Björn Winkler (links) und Lukas Danneberg mit ihrem halbautomatischen Schaumstoff-Ausdruckautomaten (2016).
Erster Platz im Regionalwettbewerb: Björn Winkler (links) und Lukas Danneberg mit ihrem halbautomatischen Schaumstoff-Ausdruckautomaten (2016). | Bild: Gewerbliche Schulen
  • 2017 konnten Claudius Thomas und Manuel Rüger von den Gewerblichen Schulen mit ihrer Automatisierung einer Neutralisationsanlage für saures und alkalisches Abwasser den Regionalsieg Südbaden für sich verbuchen.
Erster Platz im Regionalwettbewerb: Claudius Thomas (18) aus Dettighofen und Manuel Rüger (19) aus Wutöschingen mit ihrer Neutralisationsanlage.
Erster Platz im Regionalwettbewerb: Claudius Thomas (18) aus Dettighofen und Manuel Rüger (19) aus Wutöschingen mit ihrer Neutralisationsanlage. | Bild: privat
  • 2019 gewannnen Fabian Schanz, Maximilian Jehle und Jonas Jehle von den Gewerblichen Schulen mit ihrer Pelletpressmaschine den Regionalwettbewerb Südbaden und einen Sonderpreis beim Landeswettbewerb. Ebenso Regionalsieger Südbaden wurden Julian Hilpert und Andreas Birkenberger mit ihrem Umbau einer Drohne für den landwirtschaftlichen Einsatz. (ros)