Die Freien Wähler Waldshut-Tiengen fordern verstärkte Bemühungen für die Entwicklung der städtischen Verkehrsinfrastruktur. Bei einer Podiumsdiskussion präsentierte Ortsvorsitzender Harald Würtenberger das „Verkehrskonzept 4.0“, welches im kommenden Gemeinderat verstärkt verfolgt werden soll. Mehr und bessere Radwege, ein Bürgerbus und mehr P+R-Stellplätze (Park and Ride) gehören zu den wichtigsten Punkten des Plans.

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„Der Gemeinderat muss Gas geben“, forderte Würtenberger. Statt durch neue Parkhäuser und Vorstauräume noch mehr Verkehr anzulocken, sollen kleine Bausteine, „die wir schnell und aus eigener Kraft umsetzen können“, rechtzeitig geplant und Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden, so Würtenberger.

Elektrifizierung als Chance

Die Elektrifizierung der Hochrheinbahn sei dafür eine einmalige Chance. Im Zuge der Bauarbeiten könnten sämtliche beschrankten Bahnübergänge in Waldshut und Tiengen beseitigt und durch barrierefreie Unterführungen ersetzt werden. In Sachen Radwege fordern die Freien Wähler einen zügigen Ausbau durch breite Fahrspuren und wenige Kreuzungen. Auf diese Weise könne Pendlern, die mit dem Fahrrad, E-Bike oder E-Scootern unterwegs sind, eine Alternative zum Auto angeboten werden.

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Das stillgelegte Lonza-Industriegleis biete sich durch Lage, Breite und Ebenheit gut für einen Ausbau als Radweg an. Überdachte Fahrradstellplätze und die mit der Elektrifizierung besseren Zugverbindungen sollen den Umstieg auf das Rad zusätzlich erleichtern. Auch für den geplanten Bahnhaltepunkt Viehmarktplatz wolle man sich rechtzeitig stark machen. Ein Bürgerbus könnte am Beispiel von Radolfzell durch erweiterte Parkraumbewirtschaftung in der Kernstadt finanziert werden.

Alternative für Pendlerparkplätze

Kein Verständnis zeigten Anwesende über den Wegfall des Pendlerparkplatzes, an dessen Stelle das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen soll. Als Alternative wolle man ein Areal hinter dem Busdepot ins Gespräch bringen und auch das obere Parkdeck des Lidl als Mietfläche prüfen.