“Wir sind anders, ganz besonders“, mit diesem Caritas-Jubiläumslied begleitete der Projektchor der Caritaswerkstätten Hochrhein die Feierlichkeit anlässlich der Zertifikatsübergabe der 21 Absolventen des Berufsbildungsbereichs. Klaus Weißenberger, Leiter des Berufsbildungsbereiches, eröffnete den kleinen Festreigen und lobte die Absolventen mit den Worten: „Ich bin stolz auf jeden von Ihnen, die Sie während 27 Monaten die Ausbildung mit Kreativität, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen jetzt das Ziel (das Abschlusszertifikat) erreicht haben.“

Das Zertifikat bestätigt den Absolventen, dass sie die Qualifizierungsmaßnahme auf der Grundlage des Fachkonzepts für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen der Bundesagentur für Arbeit erfolgreich abgeschlossen haben.

Für die Absolventen wurden von den Bildungsbegleiterinnen Elisabeth Vögtle, Alexandra Happ, Cordula Granacher und Simone Baumann individuelle Ziele erarbeitet, „um sie für das Arbeitsleben fit zu machen“, so der Werkstattleiter. Bereits zwei der Absolventen haben zwischenzeitlich auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Stelle erhalten, ein paar haben sich für das Modell Tandem IV (ausgelagerte Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt), manche werden über das „Betriebliche-Eingliederungs-Management“ langsam in die Arbeitswelt begleitet, aber die meisten der Absolventen allerdings werden weiterhin in den Caritaswerkstätten ihren Arbeitsplatz finden.

„Es gibt Perspektiven für Menschen mit Behinderung“, sagte Michael Rimkus von der Bundesagentur für Arbeit und erinnerte an das Ziel der Arbeitsvermittlung in den normalen Arbeitsmarkt. Der Berufsbildungsbereich ist eine berufliche Reha-Maßnahme für Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Finanzierung erfolgt durch die Kostenträger der Agentur für Arbeit und Rentenversicherung.

„Sie haben Großes erreicht“, lobte Manfred Schrenk, Geschäftsführer der Caritaswerkstätten, mit Hinweis auf die jetzt qualifizierte und sinnstiftende Teilhabe in der Arbeitswelt und er ergänzte: „Aber nicht stehen bleiben, es geht weiter.“ In den Caritaswerkstätten arbeiten das ganze Jahr über Hunderte von Menschen mit Behinderung aus dem gesamten Kreisgebiet. Hier finden behinderte Menschen einen ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz.

Caritaswerkstätten

Die Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH (1968 gegründet) feiert in diesem Jahr Jubiläum. Die Werkstätten ermöglichen Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben und leisten somit einen unverzichtbaren Beitrag zur Entfaltung einer beruflichen und persönlichen Identität behinderter Menschen.