"Es blies ein Jäger wohl in sein Horn". Mit diesem Lied stimmte der Singkreis Eschbach unter der Leitung von Stephanie Pönitz zu Beginn der Bürgerversammlung in das traditionelle Rehessen ein, das von der Kolpinggruppe serviert wurde. Ortsvorsteher Matthias Schupp freute sich, ein volles Haus begrüßen zu können, zu Gast waren Bürgermeister Joachim Baumert mit Ehefrau Sabine, die Stadträte Claudia Hecht, Eugen Schupp, Peter Kaiser, Armin Arzner, Axel Knoche, Harald Würtenberger, Kreisrätin Antonia Kiefer und Lorenz Eschbach, Feuerwehr-Kommandant des Ausrückverbandes West.

In seinem Rückblick bezeichnete der Ortsvorsteher das Jahr 2018, allein schon vom Wetter her, als "Jahr der Extreme". Für den Mostverein sei es ein Rekordjahr gewesen, es wurden 105 000 Liter in ausgezeichneter Qualität gemostet und 350 Mosttermine abgewickelt. Große Mengen wurden zu Eschbacher Secco und Apfelwein verarbeitet und in Flaschen gelagert. Ein zentrales Thema war der Ausbau des Kindergartens. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Platzangebot von bisher 22 auf 34 Plätze mit zwei Gruppen erweitert. "

Zukunftspläne und Bürgerfragen

Alles in einer "Hau-Ruck-Aktion", so Matthias Schupp. Das sei aber nur möglich gewesen, weil der Eschbacher Sportverein, der SVE, seine Umkleideräume zur Verfügung gestellt hatte. Für 2019 ist ein weiterer Ausbau geplant, um zehn neue Krippenplätze anbieten zu können. "Die Nachfrage ist riesig, das Angebot ist knapp", so Matthias Schupp. Der Kindergarten biete mit dem Innenhof und dem Spielplatz beste Voraussetzungen. Bedenken äußerte allerdings der Sportvereins-Vorsitzende Jürgen Amrein. Auf Dauer werde man nicht ohne Umkleideräume auskommen, erklärte er.

Des weiteren sei geplant, über den Spielplatz des Kindergartens einen barrierefreien Zugang zum Gemeindesaal zu schaffen. Die Pläne seien aber nur in enger Zusammenarbeit mit der Stadt realisierbar, so Matthias Schupp. Auch eine bessere Nutzung des Geräteschuppens stehe an. Geplant seien eine Außentreppe aus Metall und ein Ausbau des Dachgeschosses. Außerdem steht die Neugestaltung des Wendeplatzes am Gasthaus Ochsen auf der Wunschliste des Ortschaftsrats. Bürgermeister Joachim Baumert nannte es beeindruckend, was in den Ortsteilen geleistet werde. Auch die Stadt plane einen Ausbau der Betreuungsplätze, daher begrüße er die Pläne zum Ausbau des Eschbacher Horts.

Themen von Bürgerfragen waren die Bauarbeiten an der Kolpingbrücke, die Parkplatzprobleme in Waldshut, die Eschbacher Chilbi und der Breitbandausbau. Harald Würtenberger schlug vor, auch den Zugang zum Kolpingraum barrierefrei zu gestalten, Hans-Jürgen Bannasch erinnerte an die Verstopfung des Kanals, so dass das ganze Abwasser im Liederbachtal gelandet sei. Er verstehe nicht, warum das im digitalen Zeitalter beim Klärwerk nicht registriert wurde. Markus Wassmer stellte seine Projekte "Menschen in Eschbach" und "Erinnerung an die Verstorbenen" vor. Pfarrgemeinderat Andreas Schäuble berichtete über die Sanierungsarbeiten an der Kirche, wobei mit freiwilligen Helfern über 500 Arbeitsstunden geleistet wurden.