„Zu Tiengen und zur ­Tiengener Luft gehört Oberles Kaffeeduft“ war ein beliebter Spruch des Konditormeisters Hans Oberle, der am 12. Mai im Alter von 77 Jahren in Tien­gen verstorben ist. Hans Oberle wurde am 17. Dezember 1941 als fünftes von sieben Kindern der Eheleute Franz und Elisabeth Oberle in Berlin-Tegel geboren. Die Familie zog nach Waldshut um, wo Hans Oberle aufwuchs und die Volksschule besuchte.

Blick auf die Biografie

Nach Schulabschluss begann er 1956 mit seiner Ausbildung zum Konditor in der Konditorei Albrecht in Waldshut, die er 1959 mit dem Gesellenbrief abschloss. Bis 1960 blieb Hans Oberle noch in seinem Lehrbetrieb, ehe er in die Konditorei Gamp in Waldshut wechselte, wo er mit Unterbrechung durch den Wehrdienst von Januar 1964 bis Dezember 1965, bis Ende 1969 arbeitete. Im März 1968 erwarb er in Konstanz seinen Meisterbrief für das Konditorhandwerk. Am 12. April 1966 heiratete Hans Oberle seine Ehefrau Barbara, geborene Jünger aus Tiengen. Sohn Markus wurde 1966 geboren, Tochter Stefanie kam 1973 zur Welt. Seine zweite Frau Giovanna heiratete Hans Oberle am 11. September 2000.

Schritt in die Selbstständigkeit

Den Schritt in die Selbstständigkeit machte Hans Oberle im April 1973. In der Hauptstraße 62 eröffnete er das Café Oberle. Im Jahr 1996 übergab Hans Oberle das Geschäft, das seit 2004 in der Hauptstraße 72 ist, an seinen Sohn Markus. Noch lange Jahre hat er in der Konditorei mitgearbeitet und bis 2017 war er täglich im Café Oberle anzutreffen. Hans Oberle galt als gütiger, großherziger, hilfsbereiter und ausgesprochen humorvoller Mensch. Für seine Enkel war er stets ein guter Opa. In seiner Jugend war er begeisterter Fußballer beim ESV Waldshut. Vom Stress des Alltags erholte er sich später mit Freunden beim Kegeln. Die Beisetzung Hans Oberles fand unter der großen Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Tiengener Friedhof statt.