Hubert Eschbach aus Waldkirch feierte am 12. Juli seinen 85. Geburtstag. Der rüstige Jubilar, der auf eine ungewöhnliche berufliche Karriere zurückblicken kann, wohnt auf seinem schön gelegenen Landsitz oberhalb von Waldkirch. In dem Bewusstsein, dass er im Leben viel Glück hatte, verbringt er hier, zusammen mit seiner Frau Helga, seinen wohlverdienten Ruhestand.

Der Diplom Ingenieur FH wurde am 13. Juli 1933 in Rheinheim geboren. Bereits mit elf Jahren musste er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und als Knecht seinen Lebensunterhalt bei benachbarten Bauern verdienen. Auch die Schulausbildung litt unter den widrigen Bedingungen der Kriegs- und Nachkriegszeit. 1949 begann er in Waldshut eine Zimmermannslehre, die er 1952 mit der Gesellenprüfung abschloss.

Danach absolvierte er in Rheinheim eine zweite Lehre als Maurer, die er ebenfalls erfolgreich mit der Gesellenprüfung beendete. In den folgenden Jahren besuchte Hubert Eschbach die Zimmereifachschule in Tübingen und die Maurerfachschule in Stuttgart. Nachdem er sechs Monate im Fachbereich "Stahl im Hochbau" in der Schweiz tätig war, begann er im Herbst 1956 das Studium für Bauingenieurwesen an der Staatlichen Ingenieurschule Konstanz, das er nach sieben Semestern und einem Jahr Bauführerpraxis beim Straßen- und Wasserbauamt Konstanz mit dem Staatsexamen abschloss.

Anschließend arbeitete er mehrere Jahre bei einer Waldshuter Tief- und Straßenbaugesellschaft als Bauingenieur, bevor er 1964 in Lauchringen ein eigenes Bauunternehmen gründete, das er 1975 abgab. Danach war er acht Jahre bei einer Horheimer Firma leitend im Bereich Straßenbau tätig.

1983 gründete er in Küssaberg einen eigenen Zimmerei- und Dachdeckerbetrieb, den er 1996 an seinem Sohn Lorenz Eschbach übergab. 1962 heiratete er Helga Bindert aus Schmitzingen. Zur Familie gehören vier Kinder, acht Enkelkinder und ein Urenkel. Seinen Geburtstag feiert der Jubilar traditionell mit seiner Frau am Bodensee.