– Bei der Mitgliederversammlung des Rinderzuchtverbandes Waldshut Ende Januar 1991 wurden mehrere Spitzenleistungen vorgestellt. An die Spitze der besten Jahresleistung kam Josef Preiser aus Kadelburg mit der Kuh „Osola“ (8580 Kilogramm Milch, 4,72 Prozent Fettgehalt, 3,78 Prozent Eiweiß). Die besten Herdenleistungen (unter zehn Kühe) erzielten 1990 Wolfgang Ebner aus Albbruck-Buch und Johann Nöltner aus Dogern. In der Gruppe bis 20 Kühe platzierten sich mit den besten Leistungen Josef Preiser aus Kadelburg und Franz Schmid aus Geißlingen, bei über 20 Kühen waren Willi Billich aus Schwerzen und Herbert Gampp aus Dogern besonders erfolgreich. Bei den Dauerleistungskühen stand 1990 die 17-jährige Kuh „Ruth“ von Züchter Ewald Schmidle aus Lauchringen an der Spitze mit 14 Kälbern und einer Milchmenge von insgesamt 82 804 Kilogramm.

– „Ab 1. April dieses Jahres werden die Sparkassen von Waldshut und Bad Säckingen als neue Sparkasse Hochrhein unter einer Flagge segeln“, berichtete der Alb-Bote am 31. Januar 1991. „Der Trend weg von der traditionellen Spareinlage hin zu Wertpapiergeschäften sowie die absehbare Zunahme der Auslandsgeschäfte nach Einrichtung des EU-Binnenmarkts hätten Fusionen unumgänglich gemacht, erklärten die Verwaltungsratsvorsitzenden der beiden Institute, Oberbürgermeister Franz-Joseph Dresen und sein Bad Säckinger Amtskollege Günter Nufer, gestern vor der Presse. Personalabbau sei kein Thema. Hauptsitz der neuen Sparkasse wird Waldshut sein, ihr Direktor ist Hans Bürsner. Die neue Sparkasse wird zwischen Wehr und Jestetten mit 60 Geschäftsstellen und etwa 500 Mitarbeitern präsent sein. Mit einer Bilanzsumme von 1,8 Milliarden Mark wird man zu den größten Sparkassen im Land zählen.“

– „Vom Veterinäramt des Regierungspräsidiums in Freiburg wurde der Stadt Tiengen gestern mitgeteilt, dass das Hochrhein-Narrentreffen, das am 13. Februar in Tiengen hätte stattfinden sollen, wegen der Maul- und Klauenseuche nicht durchgeführt werden kann“, berichtete der Alb-Bote am 15. Januar 1966. „Die Bürgerzunft wird am heutigen Samstag, 17 Uhr, eine Sitzung abhalten, in der über die neue Situation gesprochen werden soll.“ In dieser Sitzung wurde die Absage bestätigt, andererseits beschlossen, die örtlichen Fasnachtstermine wie gewohnt auszuführen.

– „Holzschuhe sind praktisch und vielseitig verwendbar“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 21. Januar 1941. „Berufstätige aller Art tragen Holzschuhe schon seit Jahrzehnten als ein ihnen unentbehrliches Schuhzeug. Der Holzschuh hat sich jetzt auch als Straßenschuh in den verschiedensten modernen Formen bestens eingeführt. Vor allem sind auch für Kinder Holzschuhe in vielseitig praktischer Ausführung vorhanden. Übrigens sind Holzschuhe bezugsscheinfrei und verhältnismäßig preiswert. Im Hinblick auf die augenblicklich etwas angespannte Rohstofffrage erscheint es ratsam, auch künftig Holzschuhe als altes volkstümliches Schuhzeug mehr als bisher zu tragen.“

– „ Herr Leopold Hauser in Berau kaufte kürzlich von Herrn Preiser in Bürglen ein Schwein im Gewichte von 5 Zentnern um den Preis von 625 Mark“, berichtete der Alb-Bote Ende Januar 1916 über ein während des Krieges wohl selten gewordenes fettes Borstenvieh und schloss daraus angesichts der Seeblockade der Briten: „Wenn noch viele solcher Schweine herumlaufen, hat es bis zu unserer Aushungerung noch gute Weile. Freilich wäre manchem auch einmal wieder ein billiger Schweinebraten zu gönnen.“