Waldshut-Tiengen – Rita Schwarzelühr-Sutter, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, hat dem Schweizer Flughafen Zürich bei seinen Pistenausbauplänen Salamitaktik vorgeworfen. Die Politikerin wird dazu in einer Mitteilung ihres Wahlkreisbüros zitiert: „Die Schlagrichtung des Flughafens Zürich ist eindeutig: Kapazitätserhöhung zu Lasten der süddeutschen Gemeinden. Mit den Pistenverlängerungen Richtung Norden und Westen werden mehr Starts und Landungen für größere Maschinen über Süddeutschland ermöglicht. Hinzu kommen die Schnellabrollwege, durch die Flughafenpisten schneller freigegeben werden können und damit die Anzahl der möglichen Starts und Landungen erhöht werden können. Dies alles führt zu einer massiven Kapazitätserhöhung zu Lasten Süddeutschlands.“ Dies sei allerdings nicht Grundlage des beantragten Ostanflugkonzepts. Somit sei der Antrag der Ostanflugroute hinfällig und dürfe deshalb auch nicht genehmigt werden. Außerdem zeige der SIL (Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt) selbst, dass es alternative Flugrouten gebe, die Süddeutschland nicht belasten. Schwarzelühr-Sutter: „Ich erwarte, dass diese vom BAF (Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung) ebenso geprüft werden.“